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Linthgebiet

Knapp am Podest vorbei: Mountainbikerin Nicole Koller fehlen zwei Sekunden

In Andorra sorgten Nicole Koller und Dario Lillo für Topresultate. Kanuten aus Rapperswil-Jona paddeln in die Top 10. Das und mehr lief im Regionalsport.
Linth-Zeitung
vor 35 Minuten

Mountainbike: Nicole Koller zweimal unter Top 10

Für die Mountainbikerinnen und -Biker aus der Region stand am Wochenende das sechste Rennen des Mountainbike-Weltcups an. Im andorrischen Pal Arinsal sorgte am Freitag im Short-Track (XCC) Nicole Koller für ein Topresultat, sie schrammte als Vierte haarscharf am Podest vorbei. Diesmal musste sie ihrer Landsfrau Ronja Blöchliger (3. Rang), der Österreicherin Laura Stigger (2.) sowie der Schwedin Jenny Rissveds den Vortritt lassen. «Ich hatte ein mega gutes Gefühl im Short Track, leider resultierte erneut der vierte Schlussrang. Ich probierte in den letzten Runden, aufs Podest zu fahren, aber das Rennglück war nicht auf meiner Seite», wird Koller auf der Website des VC Eschenbach zitiert. Ihr fehlten bloss zwei Sekunden für einen Podestplatz. Tina Züger wurde 39.

Auch am Sonntag im Cross-Country-Rennen (XCO) erzielte Koller ein weiteres Top-10-Resultat, sie wurde Neunte. «Ich konnte meinen Rhythmus mehr oder weniger finden. Technisch war es aber nicht immer ganz sauber und auch das Körpergefühl war nicht durchgehend so, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem bin ich zufrieden. Ein weiteres Top-Ten-Resultat nehme ich gerne mit», so Koller. Züger fuhr auf Rang 36.

Dario Lillo konnte sich am Freitag im Short-Track als drittbester Schweizer auf Rang 17 klassieren. Lars Forster wurde 36. und Marcel Guerrini musste aufgeben. Am Sonntag im Cross-Country-Rennen lief es für Lillo besser, er beendete das Rennen als bester Schweizer auf Rang 12. «Natürlich hätte ich mich über ein Top-Ten-Resultat gefreut, aber es ist okay», sagt Lillo. Nur knapp hinter ihm fuhr Guerrini auf den 14. Rang und kann somit an das Topresultat von vergangener Woche anknüpfen. Andri Frischknecht wurde 49. und Lars Forster wurde 58.

Am kommenden Wochenende (17.–19. Juli) geht es mit den Schweizer Meisterschaften in Leysin weiter. (bis)

Gravel: Kuhn wird Vierter

Radquer-Profi Kevin Kuhn vom VC Eschenbach stand am Wochenende erneut bei einem Gravel-Rennen im Einsatz. Nach den beiden 6. Plätzen beim Eislek Gravel in Luxemburg und beim Hegau Gravel Race in Deutschland wurde er in Villars-sur-Ollon Vierter. Kuhn sparte auf den schnellen Anfangskilometern möglichst viel Energie und hielt sich im Feld auf. «Einer nach dem anderen fiel zurück, mir hat es zeitweise auch wehgetan.»

Am langen Schlussanstieg musste Kuhn zwar zwei Konkurrenten ziehen lassen, kämpfte sich aber mit letzter Kraft gemeinsam mit einer rund sechsköpfigen Gruppe über den höchsten Punkt der Strecke. In den folgenden Hügelpassagen setzte sich ein weiterer Fahrer ab, während Kuhn alles versuchte, die Lücke nochmals zu schliessen. In der Schlussabfahrt zeigte er nochmals seine Klasse, löste sich von seinen Begleitern und sicherte sich den 4. Rang, 51 Sekunden hinter dem Sieger. Trotz des knapp verpassten Platzes auf dem Treppchen fiel sein Fazit positiv aus: «Es war ein cooles Rennen und ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung.»

Mike Frischknecht wird bei Gravel-Marathon-Premiere Zweiter

Einen starken Auftritt zeigte Mike Frischknecht vom VC Eschenbach, der bei seinem ersten längeren Gravel-Marathonrennen auf Anhieb den 2. Rang belegte. Trotz eines verlorenen Bidons nach einem Schlagloch kam der Eschenbacher gut ins Rennen und positionierte sich auf den flachen Anfangskilometern geschickt in der Spitzengruppe. Im ersten langen Anstieg konnte er sein geplantes Tempo durchziehen und arbeitete sich vom vierten auf den zweiten Platz vor.

Frischknecht wurde nach den langen Abfahrten in den folgenden Anstiegen immer wieder von Krämpfen geplagt, konnte aber mit Dehnen und Trinken weiterfahren. Besonders in den technisch anspruchsvollen Abfahrten spielte Frischknecht seine Stärken aus und machte auf den Führenden regelmässig Zeit gut. Bis zum Ziel kämpfte er um jede Sekunde und überquerte als hervorragender Zweiter die Ziellinie. Die Freude darüber war riesig: «Ich bin unglaublich glücklich über das Ergebnis.» (pd/red)

Kanu: Widmer stösst erneut in die Top-10 des Weltcups vor

63 Nationen paddelten im kanadischen Montreal um Punkte für die Olympiaqualifikation. An diesem letzten Weltcup der Saison wusste das Schweizer Team erneut zu überzeugen. Allen voran konnte Franziska Widmer vom Kanuclub Rapperswil-Jona (KCRJ) an ihre bisherigen Leistungen der Saison anknüpfen. Über die olympische 500-Meter-Distanz gelang ihr die Qualifikation für das B-Finale – zum zweiten Mal in ihrer Karriere. In diesem wurde sie Sechste, was Gesamtrang 15 bedeutet. Noch besser lief es auf ihrer Paradestrecke 1000 Meter, wo die 29-Jährige wie bei bisher allen Weltcups ins A-Finale vorstiess. In einem engen Rennen beendete sie diesen Lauf als Neunte und damit Letzte. Bemerkenswert: Auf ein Top-5-Ergebnis fehlten Widmer bloss 1,36 Sekunden.

Bei den Herren setzte vor allem der junge Schweizer Kajakvierer ein Ausrufezeichen. In ihrem Halbfinale hielt die Formation mit den KCRJ-Athleten Luca Lauper, Sven Hirzel, Fynn Wyss sowie dem Nidwaldner Aaron Schmitter mit den Besten mit und verpasste den erstmaligen Einzug in ein Weltcup-B-Finale lediglich um etwas mehr als eine halbe Sekunde.

Weiter geht es für das Nationalteam Ende August mit dem Saisonhöhepunkt, der Weltmeisterschaft im polnischen Poznan. (wyf)

Schwingen: Kempf-Brunner muss verletzungsbedingt abbrechen

In Le Crêt-près-Semsales im Kanton Fribourg fand am Wochenende das vierte Kranzfest der Schwingerinnen statt. Siegerin wurde die Luzernerin Isabelle Egli.

Für die Schwingerinnen des Frauenschwingclubs Linth war es kein erfolgreicher Tag. Als Beste konnte sich Evelyn Steiner auf Rang 11 platzieren. Hinter ihr folgten Lisa Lissner (Rang 15), Sereina Widmer (15) und Petra Zahner (16). Alle vier blieben ohne Kranz.

Besonders bitter: Michelle Kempf-Brunner aus Rieden, die in vorherigen Kranzfesten drei Kränze holte, musste das Fest nach dem zweiten Gang verletzungsbedingt abbrechen.

Das erfolgreichste Resultat des Tages zeigte Jenny Mettler. Bei den Meitli 2 holte sie mit dem 3. Rang einen Zweig für den Frauenschwingclub Linth. Es ist für Mettler bereits der zweite Zweig in Folge. (red)