Heikler Entscheid des Stadtrats: Altersheim Meienberg beherbergt bald Flüchtlinge
Es ist ein Entscheid, der zu reden geben dürfte. Nicht nur im betroffenen Quartier selbst, sondern darüber hinaus. So hat der Stadtrat von Rapperswil-Jona entschieden, was mit dem Pflegezentrum Meienberg passieren soll. Dies geht aus einem Flyer hervor, der am Mittwoch in Briefkästen der Anwohnerschaft des Altersheims lag. Darin lässt er die Bombe bereits platzen: «Planung Wohn- und Integrationszentrum Meienberg», heisst es im Titel.
Für Flüchtlinge «gut geeignet»
Im Text ruft der Stadtrat in Erinnerung, dass der Betrieb des Pflegezentrums «im Spätherbst 2026 eingestellt» wird. Dies, weil dann das neue Pflegezentrum im Schachen bereitstehen soll, worin die Stadt die Alterspflege zentralisieren will.
Für das Pflegezentrum Meienberg habe der Stadtrat «verschiedene Nachfolgelösungen geprüft». Resultat: «Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile plant er ab Anfang 2027 den Betrieb eines Wohn- und Integrationszentrums mit Wohnraum für geflüchtete Personen. Das Gebäude soll künftig rund 50 Asylsuchenden – Familien und erwachsenen Einzelpersonen – eine Wohngelegenheit bieten.» Und weiter: «Zudem sollen Räume für arbeitsmarktnahe Integrationsprojekte, Begegnung und kulturellen Austausch entstehen.»
In der Vergangenheit waren in der Jugendherberge in Busskirch in den Wintermonaten immer wieder bis zu 60 Asylsuchende untergebracht. Jene Unterbringung stand jedoch unter der Obhut des Kantons. Vorliegend handelt es sich um ein städtisches Projekt.