Oliver Heer auf der Zielgeraden: Ausharren bis zum Ende
Schlechtes Wetter, schönes Wetter. Grauer Himmel, blauer Himmel. Segler Oliver Heer erlebt auf der Zielgerade der Vendée Globe wechselhafte Tage. Anfangs letzte Woche noch mit klarem Himmel im Hintergrund, sieht man den Rapperswil-Joner einen Tag später schon wieder vor grauen Wolken in seinem Update-Video.
Probleme mit Seegras
Während einer Phase, in der das Meer unruhig war, erlebte Heer eine grüne Überraschung. Er kämpfte nämlich mit Seegras, das sein Ruder verklebte. Die Folge: Der 36-Jährige musste das Ruder alle 30 Minuten mit grossem Aufwand von den Pflanzen befreien – eine kräftezehrende Arbeit.
Und das, obwohl «Ollie» sowieso schon anstrengende Tage hinter sich hatte. Die schwierigen Wetterbedingungen setzten ihm zu, da er kaum zu Schlaf kam. «Es ist bei diesem Zustand des Meeres sehr schwierig, zu schlafen oder sich auf dem Boot zu bewegen», erklärt der Segler. Er werde das einfach durchstehen müssen. Das tat er auch.
Zwar folgten darauf ein paar schöne Tage, kurze Zeit später kippte es aber bereits wieder. Heer erlebte sogar einen «Albtraum», als bei Nacht eine Wolke über ihm aufzog. Dadurch geriet er nämlich in ein kleines Windloch, das ihn während mehr als fünf Stunden verlangsamte. So verlor der Rapperswil-Joner wichtige Zeilen und musste auch seinen chinesischen Verfolger an sich vorbeiziehen lassen.