Gleitschirmpilotin verunglückt in Rufi tödlich
Der schwere Unfall ereignete sich am Mittwoch, kurz vor dem Mittag. Eine Drittperson informierte um 11.40 Uhr die Kantonale Notruf- und Einsatzleitzentrale, wonach beim Gleitschirm-Landeplatz in Rufi eine Pilotin abgestürzt sei. Die 23-jährige Frau wurde von der Rega mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Spital geflogen, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Donnerstag mitteilte. Dort sei sie später verstorben.
Der genaue Hergang des Absturzes ist unklar. Laut Polizeiangaben untersucht die Bundesanwaltschaft die Unfallursache.
Nicht der erste Gleitschirmunfall in Rufi
Bereits im Juli 2013 hatte es am Hüsliberg in Rufi einen tödlichen Gleitschirmunfall gegeben. Damals war eine 33-Jährige beim Üben von Flugmanövern abgestürzt, nachdem ihr Schirm auf einer Seite nach innen eingeklappt war.
Der Fluglehrer, der ihr damals Anweisungen über Funk gegeben hatte, sah sich anschliessend mit dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung konfrontiert. Der hinterbliebene Ehemann der Verstorbenen brachte die Sache vor Gericht. Doch das Kantonsgericht sprach den Fluglehrer im Jahr 2018 frei – wie zuvor das Kreisgericht.
Weiterer Absturz landete vor Gericht
Auch im Mai 2018 war ein Flugschüler einer Paragliding-Schule aus der Region bei einem Übungsmanöver abgestürzt. Er schlug hart auf einer Wiese auf und verletzte sich schwer: Unter anderem trug er Brüche an den Beinen und der Wirbelsäule davon. Eine Rückenmarksverletzung führte zu einer teilweisen Lähmung.
Als der Unfall passierte, hatte er ebenfalls in Funkkontakt mit seinem Fluglehrer gestanden. Der musste sich später wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung vor dem Kreisgericht See-Gaster verantworten. Der Richter sprach den Beschuldigten im Jahr 2020 jedoch frei.