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Linthgebiet

FCRJ-Frauen holen Punkt und Jona Volley mit dem nächsten Sieg – so war das Sportwochenende

Die Frauen des FC Rapperswil-Jona überzeugen in Basel. Die Joner Volleyballer festigen ihre Spitzenposition. Und eine regionale Läuferin wird ausgezeichnet. Das war das Sportwochenende.
Lars Morger
24.11.2025, 16:00 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Fussball: FCRJ-Frauen holen in Basel einen Punkt

Die FCRJ-Frauen schreiben weiter an der bemerkenswerten Geschichte dieser Saison. Ein 0:0 beim favorisierten FC Basel mag auf dem Papier nüchtern wirken, doch wer die 90 Minuten erlebte, weiss: Das war wieder ein Statement. Die Partie begann allerdings so, wie es die Hierarchie erwarten liess. Basel übernahm in den ersten 20 Minuten das Kommando, kombinierte sauber, drückte die Gäste tief und kam früh zu zwei gefährlichen Abschlüssen. Der FCRJ verteidigte zunächst vor allem reaktiv, ordnete sich, wartete, atmete durch. Und genau in diesem Moment kippte das Momentum.

Plötzlich spielten die Rosenstädterinnen mutiger, höher, selbstverständlicher. Paige Bailey Gayle entwischte der Basler Hintermannschaft, stand alleine vor der Torhüterin und versuchte frech zu lupfen – doch der Ball prallte der Keeperin im Eins-gegen-eins ins Gesicht. Ein Szenenbild für diesen Nachmittag – der FCRJ war nicht beeindruckt, sondern angriffslustig. Kurz darauf streichelte Julia Ruf den Ball aus 20 Metern an die Latte.

So blieb es beim 0:0 zur Halbzeit, doch Rapperswil-Jona war nun endgültig im Spiel. Und der Gast kam nach der Pause noch entschlossener zurück. Aggressiv, organisiert und mit klarer Spielidee. Wieder war es Ruf, die nach einem starken Solo von der Seite nur knapp verzog. Basel seinerseits suchte nach Lösungen, fand jedoch kaum welche – zu konsequent, zu diszipliniert das Defensivverhalten des FCRJ.

Erst in den Schlussminuten, als die Kräfte zu schwinden drohten und Basel das Risiko erhöhte, geriet das Team nochmals in Bedrängnis. Aber selbst diese Phase überstand Rapperswil-Jona. Und so blieb es beim 0:0. Kein Wunder, dass sich Sportchef Dario Semadeni nach Schlusspfiff sehr erfreut zeigte: «Es war ein sehr gutes Spiel von uns, eine Willensleistung des Teams. Der Trainerstaff hatte die Mannschaft hervorragend eingestellt und der Gameplan wurde sehr gut umgesetzt.»

Noch beeindruckender die Bilanz: Vier von sechs möglichen Punkten gegen ein ambitioniertes Basel, das sich eigentlich in anderen Tabellenregionen wähnt. Dazu Platz 7 mit mittlerweile neun Punkten – und ein beruhigendes Polster von sechs Zählern auf die Abstiegsränge. (pd)

Volleyball: Jona reist mit drei Punkten nach Hause

Die Reise nach Lausanne bringt den NLA-Volleyballern des TSV Jona den nächsten Sieg. Ganz am Ende wurde es noch einmal spannend. In den letzten Zügen des vierten Satzes waren beide Mannschaften gleichauf. Ein schöner Block der Joner brachte den Gästen einen ersten Matchball – Lausanne UC konnte diesen aber abwehren. Erst der zweite Versuch von Jona-Kapitän Ramon Caviezel brachte den viel umjubelten 3:1-Auswärtserfolg für die St. Galler.

Dem Matchball war ein Servicefehler des Lausanner Topskorers Anthony Matheney vorausgegangen. Ein Geschenk, das die Joner in diesem Moment dankend annahmen. Im Spielverlauf hatte sich aber auch der TSV Jona beim Verteilen von Geschenken nicht zurückgehalten. Beide Mannschaften produzierten nicht weniger als 38 Servicefehler. Am Ende waren von den 93 vom TSV Jona erzielten Punkten fast die Hälfte Lausanner Eigenfehler – ein aussergewöhnlich hoher Wert.

Am kommenden Wochenende spielt der TSV Jona gegen den Lokalrivalen und aktuellen Tabellenführer Volley Näfels. Mit derlei Geschenken ist dann nicht zu rechnen.

Leichtathletik: Janice Studler für Gesamtsieg geehrt

Am Wochenende fand die 40. Saison des ZKB Zürilauf Cup mit der Abschlussfeier ihr Ende. Dabei wurde auch eine Läuferin aus der Region geehrt: Janice Studler aus Jona krönte ihre konstant starke Saison mit dem dritten Gesamtsieg in Serie. Mit 5'470 Punkten sicherte sie sich im letzten Rennen der Saison souverän den Titel bei den Frauen. Bei den Männern gewann Eric Muthomi Riungu.

Eishockey: Lakers Ladies mit Kantersieg

Die Frauen der Rapperswil-Jona Lakers kehren in der Meisterschaft auf die Siegesstrasse zurück. Das Team von Trainer Reto Klaus siegt auswärts bei Thun gleich mit 6:0. Nach einem torlosen ersten Abschnitt treffen die Lakers im Mitteldrittel gleich viermal. Mit zwei weiteren Treffern im Schlussabschnitt besiegelten sie das klare Resultat. Shana Casanova traf für Rapperswil-Jona gleich dreimal. In der Tabelle liegen die Lakers damit auf Platz 4, der Vorsprung auf die Thunerinnen auf Platz 9 beträgt aber nur gerade fünf Punkte.

Faustball: Jonerinnen mit Ausrufezeichen

Für die Faustballerinnen des TSV Jona ging es zum Auftakt der neuen Hallensaison gleich gegen einen hochkarätigen Gegner. Die Titelverteidigerinnen aus Diepoldsau mussten gleich mehrere Rücktritte verkraften, dementsprechend durfte man gespannt sein auf ihren Auftritt. Die Jonerinnen machten aber kurzen Prozess – sie siegten gleich mit 3:0 und holten sich so die ersten Punkte der neuen Saison. Im zweiten Spiel wartete dann mehr Gegenwehr auf die St. Gallerinnen. Das Duell mit Schlieren verlief umkämpft – erst im Entscheidungssatz mussten sich die Jonerinnen mit 9:11 geschlagen geben. Als einziges Team ohne Niederlage blieb in der ersten Runde Elgg-Ettenhausen.

Unihockey: Flames verlieren zweimal knapp

Obwohl die Jona-Uznach Flames am Wochenende über weite Strecken zwei gute Spiele zeigten, reichte es gegen zwei besser klassierte Teams nur zu einem einzigen Punkt. Die Flames bleiben damit auf Platz 8 in der Tabelle.

Das Samstagsspiel gegen Bassersdorf-Nürensdorf war sehr ausgeglichen. Beide Teams konnten sich gute Torchancen herausspielen, scheiterten aber oftmals am eigenen Unvermögen oder am Torhüter. Im ersten Drittel gelang es dann den Zürchern aber trotzdem, ein Tor zu schiessen – die Flames waren bei einem Freistoss des Gegners nicht energisch genug im Verteidigen. Das zweite Drittel sorgte dann resultattechnisch für mehr Unterhaltung. Die Flames konnten in Person von Sturzenegger in der 22. Minute den Ausgleich schiessen, mussten dann aber nach einem Doppelschlag der Gegner in der 28. Minute einem Zweitore-Rückstand nachrennen. 10 Sekunden vor dem Pausenpfiff gelang dann aber noch der 2:3-Anschlusstreffer durch Kuster.

Die letzten zwanzig Minuten wollten die Joner unbedingt weiter aufdrehen und die erspielten Chancen in Tore ummünzen. Obwohl dann aber zwei Überzahlsituationen ungenutzt blieben, gelang Sturzenegger mit seinem zweiten persönlichen Treffer des Abends in der 56. Minute der 3:3-Ausgleich. In der Overtime wurde Bassersdorf-Nürensdorf dann wieder etwas dominanter, ein abgefälschter Schuss entschied dann schliesslich die Partie für die Zürcher.

Auch das Sonntagsspiel war hart umkämpft und spannend bis in die letzten Sekunden. Gegen die spritzigen Urner liess man aber vor allem im ersten Abschnitt zu viele Kontermöglichkeiten zu, wodurch auch das 0:2 in der 14. Minute entstand. Das erste Tor für die Gastgeber fiel bereits in der 8. Minute, wieder wie am Samstag nach einem Freistoss.

Die Reaktion folgte dann aber: In der 23. Minute konnte Federli in Überzahl zum Anschlusstreffer einnetzen. Eine zweite Überzahlsituation blieb dann zwar ungenutzt, trotzdem waren die Flames nun an den Urnern dran – und wie. Nach der zweiten Pause sorgten zwei Tore (einmal Thalmann, einmal Krieg) innert 25 Sekunden für die erstmalige Führung der Joner. Mit einer Strafe schwächte man sich dann aber selbst, in Unterzahl erhielt man den 3:3-Ausgleich. Doch auch dadurch liess sich Jona-Uznach nicht unterkriegen, die erneute Führung erzielte in der 53. Minute wiederum Krieg mit einem Weitschuss.

Doch auch Uri liess nicht locker und konnte erneut ausgleichen. Weil ihnen kurz vor Schluss bei Vier gegen Drei dann sogar noch ein weiterer Treffer zum 5:4 gelang und die Flames im Spiel ohne Torhüter nicht mehr reüssieren konnten, mussten die St. Galler ganz ohne Punkte heimreisen. (eing)

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