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Linthgebiet

FC Weesen gewinnt umkämpftes Derby – anderer Klub kassiert happige Pleite

Der FC Weesen startet siegreich, der FC Eschenbach geht zu Hause unter. Im Frauen-Fussball-Cup sind die Teams aus der Region weiter. Und im Unihockey-Cup empfangen die Flames einen «Grossen».
Linth-Zeitung
heute um 20:00 Uhr

Fussball: Eschenbacherinnen und Rapperswil-Jonerinnen siegen souverän

Die Frauenteams des FC Rapperswil-Jona und des FC Eschenbach stehen im Schweizer Cup in der 2. Runde. Dort treffen sie auf Gegner aus der Westschweiz.

Die Super-League-Frauen des FCRJ traten am Samstag in der 1. Cuprunde als haushoher Favorit beim in der 2. Liga, also drei Spielklassen tiefer aktiven Team des FC Mels an. Und obwohl Trainer Gerold Bisig vor allem jene Spielerinnen einsetzte, die bislang in der Meisterschaft wenig Spielpraxis erhielten, wurden die Rosenstädterinnen ihrer Rolle absolut gerecht. Bereits nach 33 Sekunden gingen sie in Führung. Nach 20 Minuten stand es schon 4:0, am Schluss gewann der FCRJ mit 13:0. Die im Sommer vom FC Aarau zum Team vom Obersee gestossene Mittelfeldspielerin Donika Deda glänzte dabei mit fünf Treffern.

Tognoni brilliert mit Hattrick
Obwohl ihr Gegner nur eine Stufe tiefer spielt, feierten am Samstag auch die 1.-Liga-Frauen des FC Eschenbach einen überzeugenden Sieg. Sie setzten sich auswärts beim FC Widnau mit 4:1 durch. Joya Tognoni sorgte mit einem lupenreinen Hattrick zwischen der 9. und 26. Minute schnell für klare Verhältnisse. In der 45. Minute erhöhte Viviane Gübeli per Penalty, ehe Elisabeth Dietsche in der zweiten Nachspielminute der ersten Halbzeit der Ehrentreffer für Widnau gelang.

Kein gutes Los für Eschenbach
Am Montagmittag wurden die Partien der 2. Runde ausgelost, die am Wochenende vom 26./27. September gespielt werden (genaue Ansetzung erfolgt in den nächsten Tagen). Die Eschenbacherinnen empfangen das Team von Yverdon Sport, das Ende Mai den Aufstieg in die höchste Spielklasse geschafft hat. Kein gutes Los: Der Gegner ist stark, hat aber wenig Ausstrahlung. Ein Fussballfest mit rund 600 Zuschauenden wie vergangene Saison beim (mit 1:3 verlorenen) Derby im Cup-Achtelfinal gegen die FCRJ-Frauen dürfte es nicht geben.

Apropos FCRJ-Frauen: Sie bekommen es in der 2. Cuprunde auswärts mit dem NLB-Vertreter Etoile Carouge zu tun. Auch nicht wirklich ein attraktiver Gegner, aber sicher eine lösbare Aufgabe.

Fussball: Weesen feiert Derbysieg – Eschenbach blamiert sich

2. Liga interregional, Gruppe 5:
Mehrere Hundert Zuschauende sahen am Samstag zum Saisonauftakt ein umkämpftes und zerfahrenes Derby zwischen dem FC Weesen und dem FC Linth 04. Die Gastgeber setzten sich dank eines frühen Treffers knapp durch. Bereits in der 2. Minute traf Edison Syla zum 1:0 für die Gasterländer. In der Folge entwickelte sich eine von vielen Zweikämpfen geprägte Partie. Beide Mannschaften befinden sich nach vielen Wechseln und einer kurzen Vorbereitung noch in der Findungsphase. Spielfluss kam deshalb nur selten auf. Weesen hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen, verpasste es aber, die Führung auszubauen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich das Spielgeschehen ausgeglichener, und gegen Ende der Partie drückten die Glarner vehement auf den Ausgleich, ohne zu ganz zwingenden Chancen zu kommen. Mit viel Einsatz brachte Weesen den knappen Vorsprung über die Zeit.
Enes Yesilcayir, der im Sommer von Linth 04 zu den Weesnern gewechselt ist, war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben: «Das war ein hartes Stück Arbeit, ein Krampf. In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff, nach der Pause haben wir etwas den Faden verloren, konnten das Geschehen nicht mehr gleich gut kontrollieren», so der ehemalige Captain des FC Rapperswil-Jona. Solche Schwankungen seien so früh in der Saison aber nicht ungewöhnlich. «Das Team ist ziemlich neu zusammengestellt. Wir müssen uns erst noch richtig finden.»

2. Liga, Gruppe 1:
Die Eschenbacher erlebten einen sehr, sehr bitteren Sonntagnachmittag. Vor Heimpublikum wurden sie von Rüthi richtiggehend vorgeführt und gingen letztlich mit 1:9 (!) unter. Speziell: Bei den Gästen erzielten Alessandro Kräuchi, Flamur Boxhaj und Simon Gebhart alle einen lupenreinen Hattrick. Eschenbachs Ehrentreffer zum 1:6 erzielte Noël Langer in der 50. Minute.
Roger Kielholz ist seit vielen Jahren Trainer, seit über acht Jahren beim FC Eschenbach, aber so eine Blamage hat er noch nie erlebt: «Nein, so hoch habe ich noch nie verloren als Trainer.» Das sei wohl nun die Quittung für die völlig ungenügende Vorbereitung. «Wir hatten viel zu viele Ferienabsenzen, sind deshalb überhaupt nicht bereit, gerade auch im physischen Bereich.» Das halbwegs aufzuholen werde Wochen dauern.
Schon im Startspiel in Bad Ragaz seien sie an die Wand gespielt worden, hätten weit höher als 0:3 verlieren können, so Kielholz. Grundsätzlich verliere er lieber einmal 1:9 statt neunmal 0:1. Aber die Frage sei, was dieses Resultat mit den Köpfen der Spieler mache, vor allem der vielen ganz jungen. «Ich hoffe, alle ziehen die Lehren daraus.» Eines sei klar: Es warte viel Arbeit.
Eine Niederlage setzte es am Wochenende auch für die U20-Equipe des FC Rapperswil-Jona ab. Auf den 4:3-Heimsieg zum Auftakt gegen Rebstein folgte am Samstag eine 2:3-Auswärtspleite gegen Au-Berneck. Für die Rosenstädter trafen Alen Camdzic (52./1:1) und Roman Sucur (95./3:2).

3. Liga, Gruppe 1:
In der ersten Saison nach dem Aufstieg spielten die Rapperswil-Joner ganz vorne mit, zum Start der zweiten essen sie nun aber hartes Brot. Zum Start verloren sie das Derby in Uznach mit 0:1, am Samstag verloren sie nun auswärts gegen das B-Team des FC Ems mit 0:3.
Bereits am Mittwoch trugen die Uzner ihr zweites Spiel aus – und mussten dabei die erste Saisonniederlage hinnehmen. Auswärts bei Trun/Rabius verloren sie mit 1:4. Den einzigen Treffer der Gäste erzielte Bruno de Araujo (19./1:1).

4. Liga, Gruppe 3:
Die Tabelle zeigt nach zwei Runden ein spezielles Bild, nämlich die vier Vertreter aus dem Linthgebiet auf den ersten vier Plätzen, alle mit vier Punkten, also je einem Sieg und einem Unentschieden. Leader ist Uznach 2, gefolgt von Rapperswil-Jona IV, Schmerikon und Wagen. Erstere beide trafen sich am Samstag in Uznach zum Derby – und spielten 3:3. Die Schmerkner siegten gleichzeitig zu Hause gegen Mels 2b mit 6:2. Und die Wagener setzten sich am Sonntag zu Hause gegen Netstal 2 dank eines frühen Treffers von Simon Thoma (13.) mit 1:0 durch.

5. Liga, Gruppe 2 und 3:
Zu einem Derby kam es auch in der untersten Liga. Kosova 19 empfing in Schmerikon die zweite Mannschaft des FC Weesen – und setzte sich mit 5:1 durch. Speziell: Alle Treffer fielen in den ersten 37. Minuten. Klare Siege feierten auch Wagen 2 (4:0 gegen Sargans), Eschenbach 2a (5:0 bei Flums 2) und Eschenbach 2b (4:1 gegen Trübbach 2).

Frauen, 2. Liga:
Den Rapperswil-Jonerinnen gelang am Sonntag die erhoffte Reaktion auf die 0:1-Heimniederlage gegen Uznach zum Auftakt. Zu Hause besiegten sie Au-Berneck mit 3:0. Die Uznerinnen hingegen mussten diesmal untendurch. Beim neuen Leader, dem Team Surselva, setzte es eine 1:7-Pleite ab.

Frauen, 3. Liga:
Mit einem 0:0 bei Staad 2 gab es für die Aufsteigerinnen aus Eschenbach am zweiten Spieltag den ersten Punkt. Im Startspiel waren sie eine Woche davor Münsterlingen auswärts mit 1:3 unterlegen.

Unihockey: Flames empfangen im Cup einen «Grossen»

Auf die Jona-Uznach Flames wartet ein Highlight: Im 1/16-Final des Schweizer Cups empfängt der Unihockey-Erstligist den Grasshopper Club Zürich. Die Partie findet voraussichtlich am Sonntag, 13. September, statt. Die Flames verdienten sich das Duell mit dem Team aus der höchsten Liga durch einen hart erkämpften 7:6-Auswärtssieg beim gleichklassigen Bülach. Jona-Uznach führte am Samstag zunächst klar mit 4:1 und 5:2, lag dann aber plötzlich mit 5:6 hinten, ehe Joel Schnyder (53.) und Cyril Zimmermann (56.) doch noch für ein Happy End sorgten.

Flames-Frauen gehen unter
Eine bittere Pille hatten am Sonntag die Frauen der Jona-Uznach Flames zu schlucken. Im Ligacup, dem Cup-Wettbewerb auf dem Kleinfeld, unterlagen sie dem ebenfalls in der 2. Liga spielenden Team der Nesslau Sharks zu Hause mit 11:24.