Ein ärgerlicher Rückschlag für die Lakers in Kloten
von Pascal Zingg
Im Kampf um einen Platz in den Play-ins gilt für den SCRJ grundsätzlich: Verlieren verboten! Immer wieder betont man aufseiten der Lakers deshalb, dass die letzten Spiele der Qualifikation bereits eine Art Play-off-Spiele seien. Dass diese Tatsache nicht von ungefähr kommt, zeigte sich in der Schlussminute, als die Klotener Bank völlig unnötig den Helm von Gian-Marco Wetter zertrümmerte. Ein weiteres Beispiel lieferte auch Emil Djuse, der den Schiedsrichtern derart heftig die Meinung geigte, dass er von den Unparteiischen 24 Sekunden vor dem Ende wegen unsportlichen Verhaltens unter die Dusche geschickt wurde.
Special Teams machten den Unterschied
Vorausgegangen war diesen Szenen ein knappes Spiel, in dem sich der EHC Kloten die Vorteile vor allem im Powerplay sichern konnte. So waren es Harrison Schreiber und Axel Simic, die im letzten Drittel je eine Überzahl nutzen und die Klotener so mit zwei Längen in Führung bringen konnten. «Kloten hatte heute die besseren Special Teams. Wir waren zu oft auf der Strafbank. Zudem konnten wir unsere Überzahlspiele nicht in Tore ummünzen», analysierte Tyler Moy. Es war für den amerikanisch-schweizerischen Doppelbürger ein schwacher Trost, dass sein Team in der 57. Minute auch noch ein Tor in Überzahl markieren konnte. Obwohl die Lakers danach noch eine gute Ausgleichschance hatten, kam dieser Treffer zu spät.
Hatten die Klotener das Spiel im letzten Drittel durch ihr Powerplay entschieden, hatten die Rapperswiler bei personellem Gleichstand lange Feldvorteile. Begünstigt wurden sie dabei durch das frühe Tor von Valentin Hofer. Der Stürmer konnte bereits nach 127 Sekunden einen Schuss von Nardella zum 1:0 ablenken. Was den Rapperswiler danach fehlte, war ganz offensichtlich der zweite Treffer. «Diesen zu erzielen war nicht einfach. Bei personellem Gleichstand haben sich die Teams grössten Teils neutralisiert. Zudem gab es immer wieder Strafen, die den Rhythmus gebrochen haben», erkannte Moy.