Es war zweifellos ein Gänsehautmoment – auch für die Lakers-Spieler, die daraus offensichtlich viel Energie zogen. Sie zeigten jedenfalls ein schier perfektes Startdrittel und legten mit einer 4:0-Führung zur ersten Pause bereits den Grundstein zum wichtigen 7:3-Sieg gegen Genf-Servette. Der Meister von 2023 ist ein direkter Konkurrent der Rapperswil-Joner im Kampf um die Play-ins. Vor dem Match lagen die Grenats, die in der Tabelle als Elfte drei Ränge hinter den Lakers klassiert sind, nach Verlustpunkten gleichauf. Nun sind sie etwas zurückgebunden.
Der Schlüssel zum Erfolg der Heimmannschaft lag in der Intensität und Zielstrebigkeit, die sie aufs Eis brachte. Das Spiel des SCRJ ist schnörkelloser geworden, auch physischer. Die Spieler suchen den direkten Weg zum gegnerischen Tor, und markieren vor dem Kasten stets mit ein bis zwei Mann Präsenz. Die Handschrift des neuen Trainers Johan Lundskog ist immer deutlicher erkennbar – und hat zum Turnaround bei den Lakers geführt. Seit der Trennung von Stefan Hedlund haben sie acht von elf Partien gewonnen, und nur zweimal nicht gepunktet.
Eine kleine Kritik mussten sich die Lakers nach dem Heimsieg gegen Genf aber doch gefallen lassen. Im Mittelabschnitt, der nach einem Missverständnis zwischen Torhüter Melvin Nyffeler und Topskorer Tyler Moy mit einem Shorthander der Gäste begann, nahmen sie den Fuss eine Zeit lang etwas zu sehr vom Gaspedal, sodass bei den Servettiens nochmals richtig Hoffnung und Energie aufkam, nachdem Markus Grandlund auf 2:4 verkürzt hatte (35.).
Umso wichtiger war, dass Malte Strömwall für die Gastgeber noch vor der zweiten Pause auf 5:2 erhöhen konnte, indem er vor dem Genfer Tor hartnäckig nachsetzte.
Im Schlussabschnitt brachte Grandlund die Gäste zwar ein zweites Mal bis auf zwei Treffer heran, auch diesmal hatten die Lakers jedoch die passende Antwort parat. Mats Alge erhöhte in der 55. Minute auf 6:3. Den Schlusspunkt setzte dann Tanner Fritz 79 Sekunden vor dem Ende mit dem 7:3.
Rapperswil-Jona Lakers – Genf-Servette 7:3 (4:0, 1:2, 2:1)
5068 Zuschauende. – SR Hebeisen/Dipietro, Cattaneo/Bürgy.
Tore: 6. (5:58) Wick (Djuse) 1:0. 7. (6:25) Zangger 2:0. 17. Dünner (Holm/Powerplaytor) 3:0. 20. (19:30) Jensen (Djuse, Moy/Powerplaytor) 4:0. 22. Bertaggia (Richard/Unterzahltor!) 4:1. 35. Granlund (Jooris) 4:2. 39. Strömwall (Rask) 5:2. 48. Granlund (Timashov) 5:3. 55. Alge 6:3. 59. Fritz (Maier, Moy) 7:3.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 4-mal 2 plus 5 Minuten (Hartikainen) plus Spieldauer (Hartikainen) gegen Genf-Servette.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Maier, Holm; Baragano, Capaul; Djuse, Jelovac; Gerber, Henauer; Strömwall, Rask, Alge; Moy, Fritz, Jensen; Wick, Dünner, Lammer; Hofer, Taibel, Zangger.
Genf-Servette: Mayer (21. Raanta); Karrer, Lennström; Chanton, Le Coultre; Schneller, Berni; Jacquemet; Hartikainen, Jooris, Granlund; Timashov, Richard, Praplan; Miranda, Pouliot, Bertaggia; Loosli, Cavalleri, Völlmin.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Albrecht, Larsson, Quinn (alle verletzt), Wetter (krank) und Aberg (überzähliger Ausländer), Genf-Servette ohne Descloux, Hischier (beide verletzt), Vatanen (krank) und Manninen (gesperrt).