Ein Stadtrat von Rapperswil-Jona bleibt nun doch gegen die Abwahl versichert
Es war eine der ersten Entscheidungen des neuen Stadtrats von Rapperswil-Jona: der Verzicht auf die Nichtwiederwahlversicherung bei der Thurgauer Bürgschaftsgenossenschaft (TBG). Seit der Ära von Stadtpräsident Beni Würth (Mitte) waren die vollamtlichen Stadträte jeweils gegen eine Abwahl bei der TBG abgesichert. Auch bei anderen Gemeinden im Linthgebiet sind diverse Oberhäupter bei der TBG versichert. Im Januar erklärte die Stadtpräsidentin Barbara Dillier (parteilos), dass die Stadträte ab sofort darauf verzichten.
Dies, nachdem ein GLP-Vertreter den Stadtrat an der Bürgerversammlung vom Dezember 2024 unter Androhung einer Volksmotion aufgefordert hatte, diesen «goldenen Fallschirm» abzuschaffen. Und nachdem die Versicherung in vergangenen Wahlen wiederholt für Diskussionen gesorgt hatte. Doch nun kommt es etwas anders, wie einer Mitteilung der Stadt vom Donnerstag zu entnehmen ist.
Nicht fristgerecht gekündigt
Obwohl der Stadtrat weiterhin am Entscheid festhält, wie es heisst, übernimmt die Stadt die Prämien für die Versicherung von Stadtrat Luca Eberle während der laufenden Legislatur. Grund dafür sei, «dass eine fristgerechte Kündigung zum Zeitpunkt des Beschlusses nicht mehr möglich war.»