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Linthgebiet

Ein Mountainbiker jubelt auf der Strasse – andere paddeln zu Schweizer Rekorden

Lars Forster gewinnt die Berner Rundfahrt. Franziska Widmer und Luca Lauper glänzen im Kanu-Weltcup. Im Fussball wechseln sich Licht und Schatten ab. Das und mehr lief am Wochenende im Regionalsport.
Linth-Zeitung
gestern um 17:05 Uhr
gestern um 18:48 Uhr

Faustball, NLA: Jonerinnen verlieren erstmals – Joner warten weiter auf ersten Sieg

Nach der ersten endete auch die zweite Qualifikationsrunde der neuen Feldsaison für die Männer des TSV Jona in einer Enttäuschung. Erneut gingen beide Partien verloren, sodass der Aufsteiger in der Tabelle weiterhin ohne Punkte dasteht.
Im ersten Spiel des Nachmittags duellierten sich die Joner mit den Lokalmatadoren aus Neuendorf. In einer nur zu Beginn ausgeglichenen Partie sicherten sich die Gastgeber einen souveränen 3:0-Sieg. Während die Solothurner eine konzentrierte und abgeklärte Leistung zeigten, agierten die Joner zu fehlerhaft und zu wenig konstant.
Im zweiten Spiel traf Jona auf Schweizer Meister Oberentfelden. Auch da setzte es eine 0:3-Niederlage ab. In Satz 1 machte den Jonern ihre Nervosität einen Strich durch die Rechnung. Im zweiten Durchgang zeigte das Team vom Obersee eine deutliche Leistungssteigerung und führte zwischendurch mit 6:3. Mit Stellungsfehlern und unkontrollierten Abnahmen ermöglichte es dem Gegner dann aber noch die Wende zum 11:9. Der dritte Satz glich in weiten Strecken dem ersten. Die Defensive des TSV Jona offenbarte erneut Lücken, und im Angriff fehlte die nötige Durchschlagskraft. So holte sich Oberentfelden Satz (11:7) und Sieg. (eing/red)

Eine Enttäuschung setzte es auch für das Frauenteam des TSV Jona ab. Nachdem es in der ersten Qualifikationsrunde beide seine Spiele hatte gewinnen können, kassierte es in der zweiten nun eine erste Niederlage. Dies gegen die Titelverteidigerinnen aus Diepoldsau – mit 0:3 (9:11, 12:14, 8:11).
In der zweiten Partie bezwangen die Jonerinnen den Tabellenvorletzten Schlieren dann mit 3:0, wobei einzig der dritte Satz (12:10 für Jona) umkämpft war.
In der Tabelle belegen die Jonerinnen Rang 3, sind aber punktgleich mit Diepoldsau (2.). Als einziges Team noch ungeschlagen ist Leader Kreuzlingen. (red)

Fussball: Weesen patzt – Eschenbach sendet Lebenszeichen

2. Liga interregional, Gruppe 5: Weesen ist nicht mehr Leader
Die fünf Spiele andauernde Siegesserie des FC Weesen ist gerissen. Das Team vom Walensee verlor am Samstag auswärts in Balzers mit 1:2. Beide Gegentreffer kassierten die Weesner, die damit ihre fünfte Niederlage hinnehmen mussten, durch Penaltys (26./83.). Eine gute Viertelstunde vor Schluss hatte Tuncer Niederberger zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen.
In Bezug auf die Tabellensituation hatten die Gasterländer, die den zweiten Aufstieg in Serie anstreben, noch Glück im Unglück, denn auch ihr erster Verfolger Seefeld ZH verlor – und bleibt damit einen Punkt hinter ihnen zurück. Grosser Profiteur dieser Ausrutscher ist Gossau, das durch einen 2:1-Sieg bei den Reserven des FC Schaffhausen vom 3. auf den 1. Rang vorrückte. Weesen hat gleich viele Zähler auf dem Konto wie Gossau, aber die schlechtere Strafpunktebilanz. (su)

2. Liga, Gruppe 2: Eschenbach feiert wichtigen Sieg, U20 des FCRJ gibt Punkte ab
Der FC Eschenbach hat am Sonntag ein Lebenszeichen gesendet. Nach vier Niederlagen in Serie feierte der Tabellenvorletzte einen 2:1-Heimsieg gegen Bazenheid (5.). Linus Ammann brachte die Gastgeber in Führung (19.). Das 2:0 war dann ein Eigentor der Gäste, die in der Schlussphase mit dem 1:2 (79.) nochmals für Spannung sorgten. Der Sieg war enorm wichtig für die Eschenbacher. Weil von den Teams direkt vor ihnen mit Ausnahme von Steinach (1:1 gegen die U20 des FC Rapperswil-Jona) alle ebenfalls gewannen, verblieben sie zwar auf Rang 13, haben aber weiterhin alle Chancen, die Abstiegsränge noch zu verlassen. Gossau (9.) und Tägerwilen (10.) haben einen Punkt mehr auf dem Konto, Steinach (11.) und Wängi (12.) gleich viele.
Auch die U20-Equipe des FCRJ blieb auf der gleichen Position (3.). Das Tor der Gäste zum 1:1-Schlussstand in Steinach erzielte Anthony Susnja (32.). (su)

3. Liga, Gruppe 4: Uznach und FCRJ werden Favoritenrolle nicht gerecht
Die dritte Mannschaft des FC Rapperswil-Jona (2. Rang) spielte am Samstag auswärts gegen Aadorf (8.) – und kam nicht über ein 1:1 hinaus. Nachdem das Heimteam nach einer knappen Stunde vorgelegt hatte, sorgte Justin Giger in der 71. Minute für den Ausgleich.
Der FC Uznach (5.) derweil musste sich am Sonntag im Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht Neckertal-Degersheim mit einem 3:3 abfinden. Philipp Steiner (9.) und Sebastian Kemp (57.) brachten die Platzherren zweimal in Führung, ehe die Gäste mit einem Doppelschlag (66./68.) vom 1:2 zum 3:2 die zwischenzeitliche Wende gelang. Am Ende hatte Uznach Glück, nicht als Verlierer vom Platz zu müssen, fiel doch der Ausgleich durch David Dieziger erst in der letzten Minute der regulären Spielzeit. (su)

4. Liga, Gruppe 8: Wagen geht bei Linths Reserven unter
Die Aufstiegschancen des FC Wagen sind am Wochenende auf ein Minimum geschrumpft. Während Leader Netstal beim Tabellensiebten Schmerikon souverän mit 6:2 gewann (für die Schmerkner traf Curdin Badertscher kurz nach der Pause zum 1:2), kamen die Wagner auswärts bei der zweiten Mannschaft des FC Linth 04 gleich mit 2:8 unter die Räder – wodurch die Differenz in der Tabelle vier Runden vor Schluss auf acht Punkte anwuchs. In der Tabelle kam es zudem zum Platztausch zwischen Wagen (neu 4.) und den Glarnern (3.).
Platz 2 hält weiterhin die nominell vierte Mannschaft des FC Rapperswil-Jona. Die Rosenstädter setzten sich zu Hause gegen Rüti (8.) mit 2:1 durch – und können, bei zwei Punkten Rückstand auf Platz 1, weiterhin auf den zweiten Aufstieg in Serie hoffen. (su)

Frauen, 1. Liga, Gruppe 2: Eschenbacherinnen fegen den Tabellenzweiten vom Platz
Der FC Eschenbach bestätigte am Samstag seine gute Form. Und wie: Gleich mit einer 5:0-Packung schickte der Tabellenvierte den Zweitplatzierten nach Hause. Annina Rudolf traf doppelt (11./63.), Ragavi Mahendrarajah (20.) und Pascale Camenisch (35.) netzten je einmal ein. Kurz vor Schluss (91.) erzielten die Gäste noch ein Eigentor. Die Eschenbacherinnen sind damit seit fünf Partien ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis). (su)

Frauen, 2. Liga: Rapperswil-Jonerinnen schliessen zu Uznerinnen auf
Der zweiten Frauenequipe des FC Rapperswil-Jona gelang am Sonntag umgehend eine Reaktion auf die 0:2-Derbyniederlage gegen Uznach eine Woche davor: Sie setzte sich zu Hause mit 2:0 gegen Thusis/Cazis durch. Die Rosenstädterinnen rückten damit auf Kosten von Chur vom 10. auf den 9. Rang vor, der Abstand zum Abstiegsplatz blieb aber bei fünf Zählern, da auch das Schlusslicht Münsterlingen gewann. Die Uznerinnen (8.) verloren hingegen in Frauenfeld (6.) mit 1:2, worauf ihr Polster auf den Trennstrich von acht auf fünf Zähler schmolz. (su)

Kanu: Starke Auftritte der Rapperswil-Joner am Weltcup

Der erste Regatta-Weltcup der Saison war in diesem Jahr weit mehr als nur ein Stelldichein in die Saison: Im ungarischen Szeged ging es letztes Wochenende bereits erstmals um die Olympiaqualifikation für Los Angeles 2028. Dafür führte der Internationale Kanuverband ein neues Rankingsystem mit zehn Wettkämpfen ein.

Entsprechend machte in der Kanu-Hochburg Ungarn die gesamte Weltelite ihre Aufwartung; über 60 Nationen standen am Start. Das enorm hohe Niveau spürten die Schweizer gleich zum Auftakt. So zeigte der Kajakvierer mit Luca Lauper, Sven Hirzel, Fynn Wyss (alle Kanuclub Rapperswil-Jona) und dem Nidwaldner Aaron Schmitter ein solides Rennen. Das junge Schweizer Quartett kam im Vorlauf über 500 Meter als Sechste über die Ziellinie – nur 2,1 Sekunden hinter den Olympiasiegern aus Deutschland. Dennoch schied es in der Königsdisziplin sogleich aus.

Für das Schweizer Highlight besorgt war Franziska Widmer aus Rapperswil-Jona. Über 1000 Meter qualifizierte sie sich souverän für den A-Final. In diesem erreichte sie Rang 7 und stellte mit der Zeit von 3:56,73 Minuten einen Schweizer Rekord auf.

Ihre Formstärke bewies Widmer auch über 500 Meter. Zwar beendete sie den Wettkampf auf dem für sie enttäuschenden 25. Platz, in 1:53,70 Minuten gelang der KCRJ-Athletin aber eine persönliche Bestzeit.

Pech bekundete der aufstrebende Luca Lauper im Kajak-Einer: Über 500 Meter verpasste der 20-Jährige bloss um vier Hundertstel den Einzug in seinen ersten A-Final an einem Weltcup. Welch ausserordentliche Leistung das ist, lässt sich daran erkennen, dass sich der deutsche Weltmeister Tom Liebscher hinter Lauper klassierte. Zudem stellte Lauper mit 1:37,62 Minuten einen neuen Schweizer Rekord auf. Im B-Final landete der Student – bei nicht mehr ganz so schnellen Verhältnissen – letztendlich auf Rang 14.

Einen 21. Rang setzte es für Lauper bei seiner internationalen Langstrecken-Premiere über 5000 Meter ab. Dabei zog er im internen Duell knapp den Kürzeren: Tim Müller (ebenfalls vom KCRJ) reihte sich drei Sekunden vor ihm auf Rang 20 ein. Bei den Frauen beendete Franziska Widmer ihr erstes Langstreckenrennen seit Längerem als 13. Die Einsätze in dieser nichtolympischen Disziplin hatten gute Gründe: In solchen Disziplinen lassen sich wertvolle Punkte holen, die in das neue Olympia-Qualifikationssystem einfliessen. (wyf)

Inlinehockey: Linth kassiert die nächsten zwei Niederlagen

Zum zweiten Mal in Folge hat der IHCSF Linth in der National League beide seine Partien des Wochenendes verloren. Am Samstag musste sich das in Kaltbrunn beheimatete Team den Weinfelden Wilddawgs auswärts klar mit 1:5 geschlagen geben. Tags darauf setzte es in Olten bei den Labeda Rockets eine knappe 5:6-Niederlage ab. Letztere war äusserst bitter, hatte doch Linth nach 13 Minuten mit 3:0 und nach gut 20 Minuten gar mit 5:1 geführt, ehe dem Tabellenführer noch die Wende gelang. (su)

Rad: Lars Forster glänzt in fremder Disziplin

Eine Woche nach dem Weltcup-Auftakt in Südkorea hat Mountainbike-Profi Lars Forster aus Rieden am vergangenen Samstag einen Abstecher in den Strassenrennsport unternommen. Und dies sehr erfolgreich. Der 32-Jährige fuhr an der Berner Rundfahrt allen davon. Auf der letzten Runde düpierte er Bahn-Profi Noah Bögli und fuhr nach etwas über drei Stunden mit zehn Sekunden Vorsprung ins Ziel. Hinter den beiden entschied Loris Rouiller den Sprint um Platz 3 für sich.
Auch im Rennen der Frauen gewann jemand aus dem Mountainbike-Sport. Short-Track-Weltmeisterin Alessandra Keller setzte sich nach 102 Kilometern mit fast vier Minuten Vorsprung auf Lea Fuchs und Rahel Aschwanden durch. (su)