Die Tour de Suisse ist durchs Linthgebiet gerollt – das sind die Impressionen
Es ist kurz vor 13 Uhr. Es herrscht perfektes Sommerwetter. Im Dorfzentrum von Benken versammeln sich immer mehr Leute der Strasse entlang. Der Grund ist klar: In Kürze rollt die Tour de Suisse durchs Dorf.
Bevor es so weit ist, gönnen sich viele noch etwas Feines vom Grillwagen der örtlichen Metzgerei Jud. Er habe schon deutlich mehr zu tun heute, freut sich der Lehrling, der Würste und Burger zubereitet. Flüssiges gibt es gegenüber beim Restaurant «Krone». Die Plätze sind ziemlich gut belegt, die Stimmung ist blendend. Um schon mal etwas zu üben, werden vorbeifahrende Hobbyvelofahrer mit Klatschen und Zurufen angefeuert.
Radkappen, Taschen, Getränke – aber keine Glacé
Dann kommt ein erstes Tourfahrzeug vorbei. Es kündigt die Werbekolonne an. Diese rollt kurz nach 13 Uhr an und verteilt kleine Geschenke – Radkappen, Umhängetaschen, Trinkflaschen, Getränke, Erfrischungstücher. Glacé gibt es dieses Jahr keine. Dabei wären sie eine willkommene Abkühlung gewesen bei Temperaturen um die 30 Grad. Egal, die Freude ist trotzdem gross, speziell bei den Kindern.
Dann es plötzlich ganz schnell. Um zirka 13.50 Uhr flitzt die Spitzengruppe vorbei. Die Zuschauenden feuern die Rennfahrer lautstark an. Gut drei Minuten später folgt das Feld. Dann kommen noch zwei, drei Nachzügler, ehe die Teamautos und schier unzähligen Töffs der Streckensicherung und der Polizei durchs Dorf fräsen. Gemächlicher fährt der Besenwagen, der das Ende signalisiert.
Seit der Durchfahrt der Führenden sind kaum zehn Minuten vergangen. Es ist immer wieder eindrücklich, in welchem Tempo und wie perfekt organisiert der Tour-Tross durch die Dörfer rauscht.