Die FCRJ-Frauen haben Grund zur Freude – ebenso die Kanuten aus Rapperswil-Jona
Fussball: FCRJ-Frauen knöpfen YB einen Punkt ab
Nach dem überzeugenden Saisonauftakt (4:1-Heimsieg gegen St. Gallen) folgte für die Rapperswil-Jonerinnen am zweiten Spieltag mit einer 0:6-Pleite im Zürcher Letzigrund gegen die Grasshoppers eine herbe Enttäuschung. Entsprechend motiviert stiegen sie am vergangenen Samstag ins Heimspiel gegen YB.
Und die erhoffte Reaktion gelang. Mit einem kämpferisch überzeugenden und spielerisch klar verbesserten Auftritt trotzten die Rosenstädterinnen dem Play-off- und Cup-Finalisten der vergangenen Saison ein 1:1 ab.
Der Start war noch etwas nervös: Die Gastgeberinnen leisteten sich zu viele Ungenauigkeiten und mussten YB schon in der 8. Minute die Führung zugestehen. Ihre Antwort fiel jedoch beeindruckend aus. Die FCRJ-Frauen fanden immer besser in die Partie und gewannen zunehmend die Zweikämpfe. Ihre beste Phase hatten sie in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit. Dort übernahm das Team von Trainer Gerold Bisig das Spieldiktat und belohnte sich auch für den Aufwand. Aussenverteidigerin Sophie Profé traf in der 43. Minute zum verdienten Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Beide Teams kamen zu guten Möglichkeiten, doch entweder waren die Torhüterinnen zur Stelle oder die Abschlüsse verfehlten das Ziel knapp. So blieb es beim leistungsgerechten 1:1.
Bisig zeigte sich nach der Partie zufrieden: «Nach dem GC-Spiel war es für uns wichtig, eine Reaktion zu zeigen – kämpferisch, aber auch spielerisch. Das ist uns gegen ein Topteam der Liga gelungen. Phasenweise konnten wir das Spiel sogar bestimmen.»
Der Punkt sei verdient, gleichzeitig richte er den Blick bereits nach vorne, sagte Bisig: «Wir bereiten uns jetzt auf den FC Zürich vor und wollen die Ersten sein, die dem Leader Punkte abnehmen.» (pd/red)
Rapperswil-Jona – BSC YB 1:1 (1:1)
Grünfeld. – 412 Zuschauende. – SR: Kidimbu.
Tore: 8. Josten 0:1. 43. Profé 1:1.
Rapperswil-Jona: Van Weezenbeek; Asgeirsdottir, Christen, Duff, Profé; Parapunova; Kott (70. Bove), Torradeflot (82. Deda); Kannady (82. Mettler), McFarland (66. Saric); Way (66. Borgen).
YB: Brunholt; Frey, Jimenez, Schlup, Meister; Münger (70. Bachmann); Waeber, Köster; Josten (70. Dysli), Klingenstein (54. Jelcic), Bonsu (54. Granges).
Bemerkungen: Gelbe Karte gegen Jimenez (45.).
Fussball: Eschenbachs Misere geht weiter
2. Liga interregional, Gruppe 5:
Auch im zweiten Spiel der Weesner lautete das Resultat am Ende 1:0, diesmal aber zugunsten des Gegners. Auf den Heimsieg gegen Linth 04 folgte damit am Samstag eine Auswärtsniederlage gegen Ruggell. Das einzige Tor fiel in der 10. Minute. Ab der 79. Minute spielten die Weesner in Überzahl, ehe mit Rudolf Bilas in der Nachspielzeit auch einer der Ihrigen vom Platz flog.
2. Liga, Gruppe 1:
Nach dem 1:9-Heimdebakel gegen Rüthi warf Eschenbachs Trainer Roger Kielholz den Bettel hin. An der sportlichen Situation änderte dies vorerst nichts: Der FCE war auch im dritten Match chancenlos, unterlag am Sonntag zu Hause Chur 97 mit 1:6. Die Bilanz des Teams nach drei Runden ist vernichtend: 0 Punkte, 2:18 Tore. Interimstrainer Lulzim Lekaj und sein Assistent Robert Stojanov müssen sich etwas einfallen lassen.
Eine Enttäuschung setzte es am Sonntag auch für das U20-Team des FC Rapperswil-Jona ab. Mit einem 1:2 zu Hause gegen Buchs kassierte es die zweite Saisonpleite (bei einem Sieg).
3. Liga, Gruppe 1:
Nach zwei Niederlagen konnten die Rapperswil-Joner am Samstag erstmals jubeln. Paulo Avellaneda traf in der 90. (!) Minute zum 1:0-Sieg gegen Trun/Rabius.
Die Uzner bestreiten ihr drittes Spiel erst am kommenden Mittwoch. Sie empfangen Tabellennachbar Bonaduz.
4. Liga, Gruppe 1:
Das regionale Quartett an der Tabellenspitze ist gesprengt. Weil Schmerikon (neu 5. Rang) in Rüti gleich mit 0:6 unterging und auch Uznachs zweite Mannschaft (4.) verlor (1:2 in Mels), konnten sich die Reserven von Linth 04 auf Rang 3 vorschieben. Leader ist neu Rapperswil-Jona, das mit einem 6:0-Heimsieg gegen Walenstadt nun wie Wagen (2.) bei sieben Punkten steht.
5. Liga:
In der tiefsten Liga sticht das in Schmerikon spielende Team von Kosova 19 heraus. Trotz nur einer Woche Vorbereitung hat die vom ehemaligen Challenge-League-Akteur Norbert Frrokaj als Spielertrainer geführte Equipe auch ihre dritte Partie gewonnen (6:1 in Sargans). Leon Biblekaj erzielte drei Tore.
Ebenfalls das Punktemaximum weisen die Teams Wagen 2 und Eschenbach 2a aus, allerdings haben sie erst zwei Spiele absolviert. Im dritten Match treffen sie am kommenden Mittwoch nun aufeinander; zumindest eine dieser Mannschaften wird ihre weisse Weste also verlieren.
Frauen, 1. Liga, Gruppe 2:
Die Eschenbacherinnen entgingen auch im zweiten Spiel nur knapp einer Niederlage. Beim 1:1 in Mels am Samstag sicherte Viviane Gübeli den Gästen mit ihrem Treffer in der 91. Minute das Unentschieden. Schon eine Woche davor beim 2:2 in Wädenswil war Gübeli die «späte Retterin» gewesen. Damals hatte sie in der 88. Minute zum Schlussresultat getroffen.
Frauen, 2. Liga:
Sowohl Uznach als auch Rapperswil-Jona 2 musste am Wochenende böse untendurch. Die Rosenstädterinnen zogen am Samstag in Widnau mit 1:7 den Kürzeren, die Uznerinnen tags darauf zu Hause gegen Triesen fast ebenso deutlich mit 1:5. Beide Teams stehen nach drei Runden bei einem Sieg und zwei Niederlagen.
Frauen, 3. Liga:
Nach je einem Sieg und Remis feierte Aufsteiger Eschenbach 2 am Sonntagmorgen mit seinem 1:0 gegen Gossau seinen ersten Sieg in dieser Liga.
Kanu: Rapperswil-Joner schaffen Historisches
Die Regatta-Weltmeisterschaften im polnischen Posen von vergangener Woche gehören für den Schweizerischen Kanuverband zu den erfolgreichsten seit der Jahrtausendwende. Dafür sorgten in erster Linie Franziska Widmer und Luca Lauper vom Kanuclub Rapperswil-Jona. Widmer gelang es, an ihre starken Leistungen der Saison anzuknüpfen: Wie bei jeder internationalen Regatta des laufenden Jahres erreichte sie auch beim Saisonhöhepunkt eine Top-10-Platzierung.
Zu ihrem 8. Platz über 1000 Meter – die beste Einerplatzierung einer Schweizerin an einer WM seit rund 30 Jahren – sagt die 29-Jährige: «Das ist das, was ich momentan kann – auch wenn ich gerne zwei, drei Ränge weiter vorne gewesen wäre.» Aber sie wolle künftig ganz klar noch mehr und arbeite weiter hart dafür. Ihr bestes WM-Ergebnis war zuvor ein 15. Platz.
Fortschritte erzielte Widmer auch über die bei den Frauen olympischen 500 Meter. Erstmals drang sie an einer WM in den B-Final vor. Dort musste sie sieben Konkurrentinnen den Vortritt lassen, was bedeutete, dass sie in der Endabrechnung 17. wurde. Darüber zeigte sich Widmer fast schon etwas enttäuscht: «Ich konnte meine Leistung nicht gleich gut abrufen wie noch im Vorlauf und Halbfinal.»
Für die eigentliche Überraschung aus Schweizer Sicht war Luca Lauper besorgt. Er, der während der WM erst seinen 21. Geburtstag feierte, qualifizierte sich erstmals überhaupt auf Stufe Elite für einen A-Final der besten neun. Er beendete den Wettkampf über 500 Meter als Achter – das beste Schweizer Ergebnis auf dieser Strecke seit den Neunzigerjahren. «Das ist ein richtig schöner Abschluss einer Saison, die nicht immer lief, wie gewünscht», sagt Lauper dazu.
So musste Lauper beispielsweise im Kajakvierer zusammen mit seinen Klubkollegen Fynn Wyss und Sven Hirzel sowie dem Nidwaldner Aaron Schmitter das Ausscheiden im Halbfinal verkraften. Um eine halbe Sekunde verpassten sie den angestrebten B-Final – und somit die Top 18. Im Kajakzweier mit Schmitter schaute für Wyss ein 25. Platz heraus. Beim abschliessenden Massenstartrennen über 5000 Meter kam Tim Müller vom Kanuclub Rapperswil-Jona auf Rang 18. (wyf)
Handball: Cup-Abenteuer endet mit hoher Niederlage
Im April waren die Uzner Handballer schon fast sensationell als 4.-Liga-Team in den Final des Zürcher Regionalcups eingezogen. Damit qualifizierten sie sich für den Schweizer Cup, der ansonsten den Teams der beiden höchsten Spielklassen sowie der 1. Liga vorbehalten ist.
Das «Abenteuer bei den Grossen» endete am vergangenen Samstag nun aber zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Die Uzner, die zum Ende der vergangenen Saison in die 3. Liga aufstiegen und aufgrund der Partnerschaft mit dem HC Rüti-Rapperswil-Jona und dem HC Lachen neu unter dem Namen HSG Linth-Obersee antreten, unterlagen dem Erstligisten TV Frick klar und deutlich mit 18:40 (10:20).
Schwingen: Kempf-Brunner holt ihren vierten Kranz
Für die Schwingerinnen aus der Region stand am Sonntag im bernischen Dotzingen das achte Kranzfest an – das letzte vor dem Eidgenössischen. Für das beste Resultat sorgte Michelle Kempf-Brunner: Bei den Aktiven holte sich die 28-Jährige aus Rieden mit Rang 3 einen Kranz. Es ist der vierte Kranzgewinn in der laufenden Saison für die Schwingerkönigin von 2019.
Als Zweitbeste des Frauenschwingclubs Linth klassierte sich Marina Zahner auf Rang 10. Dahinter folgen Petra Zahner und Sereina Widmer auf Platz 11 und Evelyn Steiner auf Rang 14. Den Festsieg sicherte sich Jasmin Gäumann. Der Bernerin reichte im Schlussgang gegen Isabelle Egli, die letztlich alleinige Zweite wurde, ein Gestellter. Zusammen mit Kempf-Brunner auf Rang 3 klassierten sich Serena Anthamatten und Mélissa Suchet.
Die Schwingsaison der Frauen wird am 26. September mit dem Eidgenössischen in Schachen LU beendet. Dort kündigt sich ein spannender Kampf um den Titel der Schwingerkönigin 2026 an. Aktuell liegen in der Jahreswertung, die massgebend ist, mit Gäumann, Suchet und Egli drei Schwingerinnen punktgleich an der Spitze.