Der FCRJ verteidigt mit einem 2:0-Sieg in Luzern die Tabellenspitze
Elmedin Hasanbasic
Man hätte meinen können, die Luzerner werden sich ab der ersten Minute aufopfern und an ihre Schmerzensgrenze gehen. Schliesslich beobachtete Luzerns Super League Coach Mario Frick das Geschehen von der Tribüne aus. Empfehlungen für die Super League sah er aber einzig beim Team im roten Dress.
Die Ausgangslage
Für den FCRJ ging es bei der U21 des FC Luzern darum, den Platz an der Spitze zu verteidigen. Für Luzern ging es hingegen um deutlich weniger. Die U21 des FCL ist in der Mitte der Rangliste zu finden und wird weder mit dem Auf- noch aller Voraussicht nach mit dem Abstieg etwas zu tun haben. Nichtsdestotrotz: Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt auch rechnerisch besiegelt.
Das Spiel
Noch einmal würde der FC Rapperswil-Jona den Luzernern nicht ins offene Messer laufen. Im Hinspiel noch rannte der FCRJ nach einer halben Stunde einem 0:3 hinterher und erzwang zum Schluss noch einen Punkt. Nicht so diesmal. Bereits in der 8. Minute ging der FCRJ in Führung. Im Verlauf der ersten Hälfte egalisierte sich die Partie mit Ansätzen auf beiden Seiten – wobei das Team von FCRJ-Coach David Sesa die konkreteren Möglichkeiten verzeichnete. Eine dieser Chancen verwertete der FCRJ noch kurz vor der Pause zur Zwei-Tore-Führung.
Für eine Vorentscheidung hätten kurz nach Wiederanpfiff die Stürmer Wiskemann (48.) und Kamberi (50.) sorgen können. Beide verpassten aber knapp. Für eine andere Art von Vorentscheidung sorgte der FCL dann aber selbst. Luzerns Offensivmann Hannes Knaak wurde nach einer Stunde aufgrund eines groben Einsteigens des Feldes verwiesen. In Überzahl erspielte sich der FCRJ dann weitere Chancen, war aber nicht mehr konsequent genug wie noch im ersten Umgang, sodass es beim
Die Tore
8. Minute, Volkart, 0:1: Florian Kamberi setzt sich gegen zwei Luzerner Verteidiger durch und legt den Ball im Rücken der Abwehr auf Dimitri Volkart ab. Dieser zögert nicht und schlenzt per Direktabnahme zur Führung. Nach dem Viererpack am Spieltag davor gegen den SC Kriens war dies für Volkart bereits das elfte Tor in 19 Promotion-League-Einsätzen.
41. Minute, Saliji, 0:2: Wieder ist Kamberi am Ursprung des Treffers beteiligt. Den Spielaufbau der Innerschweizer unterbindet er und lanciert Volkart. Seine Flanke findet in der Mitte zwar keinen Abnehmer, doch am zweiten Pfosten erkämpft sich Marin Wiskemann die Kugel nochmals und legt auf Rijad Saliji ab. Mit einem trockenen Flachschuss lässt er Luzern-Goalie Julian Bock keine Abwehrchance.
Die Stimme
«Nach dem Hinspiel hatten wir noch eine Rechnung offen. Das frühe Tor und der Treffer vor der Halbzeit haben den Weg zum Sieg geebnet. In der zweiten Halbzeit hätten wir noch effizienter sein können, alles in allem war es aber ein reifer Auftritt und ein souveräner Sieg», fasste Torschütze Saliji zusammen.
Das Fazit
Der FCRJ erledigt seine Pflicht und bleibt auf dem ersten Rang vor Biel und Kriens. Mittlerweile ist der FCRJ seit elf Partien ohne Niederlage. Weil aber beide Verfolger ihre Partien ebenfalls gewinnen, bleibt die Ausgangslage an der Tabellenspitze der Promotion League unverändert. In den eigenen Füssen hat der FCRJ den Aufstieg trotz des Sieges allerdings weiterhin nicht und muss auf einen Patzer der Bieler hoffen, zumal die Seeländer bis dato ein Spiel weniger ausgetragen haben.