Das Bistum feiert seinen neuen Hirten
Der Weihegottesdienst am Samstagvormittag in der St. Galler Kathedrale folgte einem teils jahrhundertealten Ritual. Wegen des erwarteten grossen Interesses war die Zeremonie auch live in die benachbarte reformierte Kirche St. Laurenzen übertragen worden. Die Kathedrale und die Kirche St. Laurenzen seien bis auf die letzten Plätze belegt gewesen, schreibt das Bistum St. Gallen in einer Mitteilung. Rund um die Kathedrale, die St. Laurenzenkirche und das Regierungsgebäude ist in diesen Sommertagen viel los. «Doch bei allem Trubel: Die Kathedrale bleibt ein Ort der Stille, des Gebets», so begann Bischof Markus seine Predigt an der Bischofsweihe von Beat Grögli.
Seelsorge, die aus dem Herzen spricht
Zu Beginn der Messfeier verlas Felix Büchi, Sekretär des Domkapitels, das von Papst Leo unterzeichnete Ernennungsschreiben. In der anschliessenden Predigt würdigte Bischof Markus die Bischofsweihe von Beat in einer Zeit, in der Kirche für viele an Bedeutung verliert. Er betonte, dass diese Feier keine leere Inszenierung sei, sondern in der 2000-jährigen Tradition steht, den Auftrag Jesu weiterzugeben: das Evangelium zu verkünden, heisst es in der Mitteilung des Bistums.
Bischof Markus sagte, dass Jesus selbst nicht Macht, sondern Dienst und Hingabe vorgelebt hat – so wie es auch Bischof Beat tun soll: als Sämann des Evangeliums, offen für die Zeichen der Zeit, furchtlos gegenüber Herausforderungen und dem «Schwimmen gegen den Strom».