Caviezel verabschiedet sich – und die Flames stehen mit dem Rücken zur Wand
Snowboard alpin: Die Uznerin Ladina Caviezel nimmt Abschied
Die in Uznach aufgewachsene Ladina Caviezel zieht einen Schlussstrich unter ihre Karriere: Am Samstag bestritt sie mit dem Weltcup-Parallelslalom in Winterberg (GER) ihr letztes Rennen. Dieses verlief wie die meisten in ihrer Abschiedssaison nicht nach Wunsch: Sie verpasste die Finalläufe der Top 16 und musste mit Rang 23 vorliebnehmen.
In ihrer letzten Saison konnte die 32-Jährige zwar nicht ihre gewohnt starken Leistungen abrufen – lediglich drei Top-16-Resultate stehen für sie seit Dezember 2025 zu Buche. Dennoch kann Caviezel auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Nebst einem Weltcupsieg beim Parallelriesenslalom in Blue Mountain (CAN) im Januar 2023 durfte sie viermal an Olympischen Spielen teilnehmen: 2014 in Sotschi, 2018 in Pyeongchang, 2022 in Peking und zuletzt dieses Jahr in Mailand / Cortina. Dabei erreichte sie in Sotschi und in Pyeongchang die Top 16.
Ihre grössten Erfolge feierte Caviezel allerdings bei Weltmeisterschaften. Gleich zweimal stand sie auf dem Podest: 2019 holte sie beim Parallelriesenslalom in Park City (USA) die Bronzemedaille, 2023 reichte es beim Parallelslalom im georgischen Bakuriani gar für Silber.
Nebst Ladina Caviezel beendete eine weitere Grösse des Schweizer Alpin-Snowboards in Winterberg ihre Karriere: Julie Zogg. Bei ihrem letzten Einzelrennen am Samstag verpasste sie mit Platz 4 knapp das Podest. Zu den grössten Erfolgen der 33-jährigen Melserin zählen insgesamt zwölf Weltcup-Siege sowie zwei WM-Goldmedaillen. (eip)
Fussball, 2. Liga interregional: Leader Weesen verliert gegen das Schlusslicht
Nachdem der FC Weesen mit einem 4:3-Heimsieg gegen Uzwil erfolgreich in die Rückrunde der 2. Liga interregional gestartet war, musste er am vergangenen Samstag eine bittere Niederlage verkraften. Zu Gast beim Tabellenletzten Chur 97 resultierte ein 0:2 aus Sicht der Weesner.
Die beiden Tore fielen in dieser Partie in der zweiten Halbzeit. In der 61. Minute brachte Andri Herter die Churer in Führung, in der 84. Minute gelang Tiziano Stolz der spielentscheidende Treffer zum 2:0-Schlussstand. Mit diesem Sieg konnten die Churer die rote Laterne an Arbon 05 abgeben. Der FC Weesen verblieb trotz Niederlage an der Spitze der Tabelle, da das zweitplatzierte Gossau in Uzwil 2:2 unentschieden spielte. (eip)
Fussball, 2. Liga: Eschenbach und FCRJ-Talenten gelingt der Rückrundenauftakt
Das Fanionteam des FC Eschenbach und die zweite Mannschaft des FC Rapperswil-Jona sind am Samstag erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Die Eschenbacher bezwangen den FC Steinach auswärts mit 2:1 und rückten bis auf einen Zähler an die Nichtabstiegsplätze heran. Nachdem Besim Dalipi bereits in der 6. Minute einen Abstimmungsfehler in der FCE-Defensive zur Führung für Steinach ausnutzen konnte, gelang den Gästen in der Schlussviertelstunde die Wende. In der 75. Minute staubte Robert Stojanov nach einem Eckball von Andre Hefti zum 1:1 ab. In der 85. Minute markierte Linus Ammann, erneut nach einem Eckball von Hefti, den entscheidenden Treffer zum 2:1.
Die jungen Rapperswil-Joner derweil fegten zu Hause Sirnach gleich mit 6:2 vom Platz. Dies, obwohl der Start in die Partie missriet – bereits in der 3. Minute erzielte Jelid Veliu das 1:0 für die Gäste. Das Heimteam reagierte nur fünf Minuten später mit dem 1:1 durch Rrezart Bytyqi. In der Folge konnte der FCRJ das Spieldiktat übernehmen und ging dank zwei weiteren Treffern mit einer 3:1-Führung in die Pause. Sirnach konnte in der zweiten Halbzeit keine Reaktion zeigen. Stattdessen erhöhten die Rosenstädter auf 5:1, ehe Doriano Giorgio in der 87. Minute den zweiten Treffer für Sirnach per Penalty erzielte. Den Schlusspunkt setzte Jamie Jaggy in der 92. Minute mit dem 6:2. In der Tabelle sind die Rosenstädter weiterhin auf Rang 5.
Übrigens: Am kommenden Sonntag empfängt Eschenbach die Rapperswil-Joner zum Derby. (eing/red)
Fussball, Women's Super League: Nullnummer zwischen den FCRJ-Frauen und dem FCZ
Der FC Rapperswil-Jona traf am Samstag anlässlich der zweitletzten Runde der Qualifikation zu Hause auf den FC Zürich. Die Rosenstädterinnen erspielten sich dabei ein Chancenplus, waren aber zu wenig effizient im Abschluss. In der 41. Minute beispielsweise kam Livia Busin nach Vorarbeit von Paige Bailey Gayle alleine vors Tor, agierte dort jedoch zu wenig entschlossen, weshalb die Zürcher Verteidigung sie am Abschluss hindern konnte. In der 56. Minute setzte sich erneut Bailey Gayle in Szene, als sie die FCZ-Torhüterin Sara Cetinja beinahe aus nächster Nähe per Lupfer bezwang.
Doch auch die Zürcherinnen hätten die Partie für sich entscheiden können: In der 82. Minute fand die Mittelfeldspielerin Marlene Wild im Strafraum eine freie Schussbahn aufs Tor vor. Ihr Abschluss verfehlte sein Ziel jedoch klar. Damit blieb es beim torlosen Unentschieden. In der Tabelle verblieben die FCRJ-Frauen auf dem 7. Platz. Die erstmalige Play-off-Qualifikation haben sie aber bereits seit vergangenem Mittwoch auf sicher. (eip)
Fussball, Frauen, 1. Liga: Eschenbacherinnen starten mit Sieg
Wie ihren männlichen Klubkollegen ist auch den Frauen des FC Eschenbach der Rückrundenauftakt geglückt. Zu Hause setzte sich das Team von Trainer Antonio Scarano gegen den FC Mels mit 1:0 durch. Das Tor erzielte Alexandra Schaub in der 7. Minute. Dank des Sieges konnten die Eschenbacherinnen punktemässig zum viertplatzierten Schwyz aufschliessen. Kommenden Samstag spielt das Team auswärts gegen Erlinsbach. (eip)
Mountainbike: Nicole Koller fährt im Tessin als Zweite aufs Podest
Auf zwei Rädern über Stock und Stein, bei herrlichem Frühlingswetter: Dies erlebten die Athletinnen und Athleten des Veloclubs Eschenbach am Sonntag beim Swiss Bike Cup in Riviera. Mehrere Mitglieder des Vereins waren beim nationalen Saisonauftakt mit von der Partie.
Die beste Leistung zeigte Nicole Koller bei den Elite-Frauen. Die 28-Jährige musste sich einzig Ronja Blöchlinger geschlagen geben, büsste eine knappe Minute auf die Siegerin ein. Tina Züger aus Rieden beendete das Rennen auf Rang 13.
In der Elite-Herren waren gleich vier Athleten des VC Eschenbach am Start, mit mässigem Erfolg allerdings für ihre Verhältnisse. Bester regionaler Vertreter war Dario Lillo als Siebter. Dahinter reihten sich Lars Forster als 11., Andri Frischknecht als 20. sowie Marcel Guerrini als 21. ein. Den Sieg sicherte sich Mathias Flückiger.
Bei den U23-Frauen fuhr Jana Glaus auf den 12. Platz, während Ladina Gees sich auf dem 25. Rang klassierte. Und bei den U23-Männern wurde Pema Federer 24. (eip)
Unihockey: Den Flames misslingt der Start in die Finalserie
Erstmals seit der Saison 2018/19 stehen die Jona-Uznach Flames wieder im Play-off-Final der 1. Liga, Gruppe 2. Die Best-of-5-Serie gegen Bassersdorf Nürensdorf begann für das Team alles andere als gut. Das Spiel am Samstag in Winterthur ging mit 2:6 verloren, jenes am Sonntag in Uznach mit 2:4.
Die Flames starteten nervös ins Auswärtsspiel. Innerhalb der ersten 15 Minuten schenkte ihnen Connor Swales drei Treffer ein. Die Zuordnung bei den Gästen stimmte überhaupt nicht und sie waren zu wenig nahe am Gegner. Einzig Nicola Federli hielt seine Farben mit einer kämpferischen Einzelleistung im Spiel, indem er den gegnerischen Torhüter in der nahen Ecke erwischte. Somit ging es beim Stand von 3:1 für Bassersdorf Nürensdorf in die erste Pause.
Im zweiten Drittel kamen die Flames zwar besser ins Spiel, fanden allerdings nie so richtig den Weg Richtung Tor. Stattdessen erzielte das Heimteam nach 40 Minuten per gut gespieltem Konter das 4:1.
Im letzten Drittel versuchten die Flames, mit vollem Angriff die Partie zu drehen, scheiterten jedoch oftmals an der gegnerischen Verteidigung oder am Torhüter. Statt eine Wende zu erzielen, kassierten sie zwei weitere Treffer ins leere Tor. Kurz vor Schluss trafen die Flames noch zum 2:6, was aber nur noch Resultatkosmetik war.
Mit den richtigen Schlüssen aus dem ersten Spiel versuchten die Flames am Sonntag vor heimischem Publikum, ein anderes Gesicht zu zeigen. Dennoch gingen erneut die Bassersdorfer in Führung, mit ihrem dritten Freistosstreffer des Wochenendes. Erst im zweiten Drittel konnten die Flames ihre Möglichkeiten nutzen – Patrik Köpfli erzielte nach schönem Querpass von Dominic Dürr das 1:1. Bassersdorf kam zwar prompt per Konter zum 1:2, dank eines weiteren Treffers durch Dürr ging es aber beim Stand von 2:2 in die letzte Pause.
Das dritte Drittel sorgte nochmals für Spannung und es kam dadurch das erste Mal so richtig Final-Stimmung auf. Die Emotionen waren hoch und es wurde intensiv und hart um jeden Ball gekämpft. Rund zehn Minuten vor Schluss bot sich für die Flames die beste Gelegenheit, in Führung zu gehen. Bassersdorf musste nach einem Wechselfehler in Unterzahl agieren. Doch erneut konnten die Flames keinen Vorteil aus der Überzahl ziehen. Fünf Minuten vor Schluss brachte Bassersdorfs Cathomas sein Team mit 2:3 in Führung. In der letzten Spielminute besiegelten die Gäste ihren Auswärtssieg per Empty-Netter.
Mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen stehen die Flames nun in der Best-of-5-Finalserie mit dem Rücken zur Wand. Es braucht am kommenden Samstag auswärts in Nürensdorf einen Sieg, um die Serie am Leben zu halten. Ein allfälliges viertes Spiel würde am Sonntag zu Hause im Grünfeld ausgetragen, mit Anpfiff um 20 Uhr. Es gilt nun, diese Woche die Lehren zu ziehen und am Wochenende die gegnerischen Freistösse und Konter in den Griff zu bekommen. (eing/red)
Bassersdorf Nürensdorf – Jona-Uznach Flames 6:2 (3:1, 1:0, 2:1)
Oberseen, Winterthur. 400 Zuschauende. SR Biland/Biland.
Tore: 9. C. Swales (J. Homberger) 1:0. 11. C. Swales (T. Ehrensperger) 2:0. 12. N. Federli 2:1. 15. C. Swales (P. Beutler) 3:1. 37. D. Keller (Y. Scheitlin) 4:1. 58. F. Fenaroli 5:1. 59. N. Cathomas (T. Ehrensperger) 6:1. 59. D. Bartolo (P. Köpfli) 6:2.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Bassersdorf Nürensdorf, keine gegen die Flames.
Jona-Uznach Flames – Bassersdorf Nürensdorf 2:4 (0:1, 2:1, 0:2)
Turnhalle Haslen, Uznach. 377 Zuschauende. SR Gmünder/Wieser.
Tore: 9. M. Bischofberger (S. Weder) 0:1. 26. P. Köpfli (D. Dürr) 1:1. 29. Y. Bühlmann (S. Weder) 1:2. 33. D. Dürr (J. Broder) 2:2. 55. N. Cathomas (D. Keller) 2:3. 60. P. Beutler 2:4.
Strafen: Keine gegen die Flames, 3-mal 2 Minuten gegen Bassersdorf Nürensdorf.
Volleyball: Joner legen gegen Lausanne nach hartem Kampf vor
In den beiden Begegnungen gegen Lausanne in der Qualifikation behielt der TSV Jona Volleyball jeweils das bessere Ende für sich. Somit gelten die Joner in der Best-of-3-Serie um Platz 5 als Favorit. Dieser Rolle wurden sie am Sonntag im ersten Spiel der Serie aber nur bedingt gerecht – am Ende reichte es für einen knappen 3:2-Heimsieg.
Bereits im ersten Satz handelte sich das Heimteam früh einen Rückstand von vier Punkten ein. Erst bei 23:23 herrschte wieder Gleichstand. Ein Annahmefehler von Luca Ulrich zur Unzeit brachte dann aber den Lausannern den Gewinn des ersten Satzes, mit 25:23. Jona reagierte im zweiten Satz prompt mit einer Leistungssteigerung. Nun hatte das Heimteam die Lausanner besser im Griff, sodass mit 25:19 der Satzausgleich gelang.
Mangelnde Effizienz im Angriff führte zu einem erneuten Satzverlust im nächsten Durchgang. Während Lausanne ganze 15 Angriffspunkte im dritten Satz verbuchte, kam Jona nur auf deren acht. Dementsprechend deutlich ging der Satz mit 25:16 an Lausanne. Mit dem Rücken zur Wand stehend, brauchte es eigentlich eine erneute Leistungssteigerung der Joner. Doch dank 14 Eigenfehlern von Lausanne wurde der vierte Satz mit 25:16 eine klare Beute für die Gastgeber.
So musste das Tiebreak über Sieg und Niederlage entscheiden. Und im Kurzsatz auf 15 Punkte traten die Joner zur Freude des Publikums wieder souveräner auf. Gute Arbeit am Block und clever platzierte Angriffe sicherten das 15:11 im Entscheidungssatz und damit den knappen 3:2-Heimsieg.
Das zweite Spiel der Serie findet am Mittwochabend in Lausanne statt. (bom/red)
Jona – Lausanne 3:2 (23:25, 25:19, 16:25, 25:16, 15:11)
Grünfeld, 160 Zuschauende. – SR: Canali/Gena. – Spieldauer: 107 Minuten.
Jona: Weiss (Libero); Lietzke, Garett, Süess, Birchler, Lauener, Ulrich;
Clement, Caviezel, Schwotzer, Frischmuth, Fuchs, Margot, Endl
Lausanne: Favre (Libero); Burgi, Montavon, Ineichen, Ezeonu, Matheney, Bayet;
Schneider, Ketrynski, Luong, Dijkstra.