Zivis setzen Mauern instand
Die Sanierungsarbeiten an den Trockenmauern entlang der Oberen Uschenrietstrasse war eigentlich schon im Frühling geplant. Aufgrund der erschwerten Bedingungen im Umgang mit dem Coronavirus wurden die Arbeiten jedoch kurzfristig abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Ende Oktober bis Anfang November konnten die verschobenen Arbeiten nun ausgeführt werden, wie die Gemeinde Glarus mitteilt.
Bei eher kühlen und zeitweise nassen Wetterbedingungen bauten und sanierten 14 Zivildienstleistende aus der West- wie aus der Deutschschweiz unter der Anleitung der Stiftung Umwelteinsatz Schweiz Trockenmauern entlang der Oberen Uschenrietstrasse in Ennenda. Während drei Wochen wurde im Bereich Sitli bis Stalden geschaufelt, gepickelt, Steine zurecht geschlagen und passend eingesetzt. Dabei wurden einzelne Abschnitte der Trockenmauern von Grund auf erneuert, andere saniert oder nur örtlich ergänzt.
Gratis Steine aus Mollis
Die Firma Hartschotterwerk Haltengut AG aus Mollis hat für das Projekt einige Tonnen Gesteinsmaterial gratis zur Verfügung gestellt. Die Mischung zwischen den grauen Kalksteinen vom Haltengut und dem vorhandenen roten Verrucano Steinmaterial zeigt gut die vor Ort ablesbare Schichtung der Alpenfaltung auf, wo 240 Millionen altes Gesteinsmaterial (Verrucano) über dem 40 Millionen Jahre alten Kalkstein liegt. Bereits im Frühling 2021 ist wieder vorgesehen, die Bauarbeiten im gleichen Sinn weiter voranzutreiben und nächste Trockenmauern zu sanieren, so die Gemeinde Glarus. (eing)