Woher kommt der ganze Löwenzahn?
«Schweinsblume», Pusteblume oder Taraxacum officinale. Die gelbe Blume kennt viele Namen und wird nicht nur gerne gesehen. Sobald sich der Löwenzahn auf dem Garagenplatz im Garten oder auf den Strassen breitmacht, sorgt er eher für Ärger und wird als Unkraut ausgerissen. Obwohl er auch seine guten Seiten hat. Viele sogar: kulinarisch, gesundheitlich und kulturell. Doch woher kommt diese Pflanze und wie konnte sie es sich hier so bequem machen?
Ursprünglich aus Europa und Asien ist er heute auf der ganzen Nordhalbkugel weit verbreitet. Der Löwenzahn fühlt sich dort am wohlsten, wo es grün ist und wo stark gedüngt wird. Er ist also deshalb oft auf landwirtschaftlichen Grünflächen zu finden. Diese Böden enthalten oft sehr viel Nitrat, was andere Pflanzenarten schlecht vertragen. Zudem wächst er gerne am Wegrand, in Mauerritzen und sogar im Gebirge auf bis zu 2800 m ü. M.. In den Bergen bleibt er aber deutlich kleiner als im Flachland.
Wann gibt es die «Fallschirmchen»?
Bis in den Juni hinein blühen die gelben Blütenblätter. Fallen diese ab, beginnen die Früchte des Löwenzahns zu reifen. Diese sehen aus wie kleine, braune Getreidekörner. In diesem Prozess bildet sich der Fruchtstand der Pflanze und wird zu dem, was wir als Pusteblume kennen. Wenn dann der Wind stark genug ist, verteilen sich die pelzigen Flugschirme in der Gegend. Und das zum Teil über lange Distanzen hinweg. Daher kann sich der Löwenzahn auch so schnell verbreiten.