«Wir sind eine Top-Destination, die weiss, wie Event geht»
Das Jahrestreffen des WEF kann im Januar nicht stattfinden. Zu angespannt die internationale Lage im Bezug auf die Corona-Pandemie. Kurz nach der Bekanntgabe des Entscheids liefen bei der Destination Davos Klosters (DDK) die Drähte heiss. Alle nationalen Medien hätten sich mit den unterschiedlichsten Fragen an ihn gewandt, berichtet deren Medienverantwortliche Samuel Rosenast. Doch bereits am übernächsten Tag war die Aufregung vorbei, die Neuigkeit verbreitet, die Aussagen gemacht. Die Welt wandte sich wieder anderen Dingen zu. Zurück bleiben Davos und Klosters, die sich mit einer völlig neuen Situation arrangieren müssen. Um die vielen Absagen wettzumachen, plant die DDK zwar eine Marketingoffensive, kann dazu aber noch keine genaueren Angaben machen. Ob und wie erfolgreich sie damit sein werden, hänge nicht zuletzt von der Covid-Situation ab, erklärt Rosenast.
Rascher Rückbau
Um mögliche Wintersportler anzulocken, ist es wichtig, die WEF-Bauten wieder verschwinden zu lassen. «Die erstellten Fahrnisbauten müssen im Verlauf des Januars abgebaut werden. Wir achten darauf, dass wir mit den Abbauarbeiten so gut wie möglich an der touristisch am stärksten belebten Zeit nach Neujahr vorbeikommen», erklärt Landammann Philipp Wilhelm auf Anfrage der DZ.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, sagt der Volksmund. So stellt sich die Frage, was nun mit den für Fahrnisbauten und Umnutzungen erteilten Bewilligungen geschehen soll. Bisher seien lediglich die Grundgebühren angefallen, antwortet Wilhelm. «Diese sind in jedem Fall geschuldet, zumal bei der Gemeinde bereits Aufwand entstanden ist. Das war von Beginn an so kommuniziert.» Die Bewilligungen bleiben hingegen für eine spätere Durchführung des WEF-Jahrestreffens gültig. Voraussetzung ist hier allerdings, dass keine Änderungen gemacht werden. «Es muss wie bewilligt gebaut werden.» Anderenfalls würde halt wieder eine Grundgebühr anfallen. Anders sieht es mit den objektbezogenen Gebühren, wie den Abgaben für Verkehr und Logistik aus. Diese wären ohnehin erst bei der Realisierung angefallen. Damit würden sie dann halt bei der Durchführung im Frühsommer verrechnet.