Winterzeit ist Einbrecherzeit
Einbrecher haben zurzeit Hochsaison. Sie nutzen die kurzen Tage, um im Schutz der Dämmerung in Wohnhäuser einzusteigen und diese nach Bargeld, Schmuck und anderen Wertsachen zu durchsuchen. Auch im Glarnerland werden in den Wintermonaten wieder vermehrt ungebetene Gäste unterwegs sein.
Sie konzentrieren sich dabei mehrheitlich auf den nördlichen Kantonsteil. «In der Vergangenheit wurde die Gemeinde Glarus Nord am häufigsten von Einbrechern heimgesucht», sagt Polizeisprecher Kurt Baumgartner. Vorwiegend wegen der Nähe zur Autobahn, wodurch eine schnelle Flucht möglich ist. «Oft sind abwechslungsweise die Industriegebiete oder dann Quartiere mit Einfamilienhäusern Ziele der Einbrecher.» Aber auch Wohnungen in Mehrfamilienhäusern seien nicht ausgeschlossen, so Baumgartner.
Industriegebiete sind für Einbrecher in dem Sinn attraktiv, dass es dort in der Nacht dunkel und ruhig ist. In Wohnquartieren sind die Einfamilienhäuser oft durch Hecken und Sträucher abgegrenzt, was Einbrechern gute Verstecke bietet. Wiederum eine andere Situation in Mehrfamilienhäusern: «Dort ist man anonymer, eine fremde Person fällt nicht sofort auf, womit ein Auskundschaften gut möglich ist.»
Die Nachbarskatze füttern kann helfen
Gegen Einbrecher kann man sich aber auf verschiedene Weise schützen: Etwa mit einer elektronischen Sicherung, sprich einer Alarmanlage oder baulich-technischen Massnahmen, wie speziellen Verriegelungen an den Fenstern oder Bewegungsmeldern. «Bei einem Neubau raten wir der Bauherrschaft, sich frühzeitig über Schutzmassnahmen beraten zu lassen», sagt Polizeisprecher Baumgartner. Nachrüstungen an bestehenden Häusern sind ebenfalls möglich. Die Glarner Polizei ist dabei auch behilflich – zumindest was die Beratung betrifft. Diese findet vor Ort statt und ist kostenlos. «Der zuständige Mitarbeiter beurteilt mit Unterstützung eines Computer-Programmes das jeweilige Objekt, erkennt die Schwachstellen und zeigt Lösungsvorschläge auf.»
Am wirksamsten gegen Einbrecher ist aber laut Baumgartner nach wie vor eine gute Nachbarschaft. Grundlage dafür ist ein vertrauensvolles Verhältnis. Also mal die Katze des Nachbarn füttern, den Briefkasten leeren oder Blumen giessen, wenn er in den Ferien ist.