Raclette und Fondue nur im Winter? – Fakten über die Käsespezialitäten
«Léon, ein Walliser Winzer – so besagt die Legende – hat das Raclette erfunden», heisst es auf der offiziellen Webseite des Raclette du Valais. Bereits im Jahr 1574 sei das Käseschmelzen im Wallis bekannt gewesen. Den Namen Raclette erhielt der Käse aber offiziell erst im Jahr 1874. Raclette wurde Angaben zufolge vom Wort «racler» abgeleitet, was im einheimischen französischen Dialekt so viel wie «schaben» heisst. Übrigens: Vor der Namensgebung war der beliebte Käse auch unter «Bratkäse» bekannt.
Raclette im Sommer?
Doch kann man das Raclette wirklich nur im Winter geniessen? Die Antwort lautet: Nein. Ursprünglich wurde der geschmolzene Käse sogar eher im Sommer verzehrt. Denn vor den Zeiten der modernen Kühltechnik wurde der Raclettekäse von den Bergbauern aus Frühjahrs- und Sommermilch hergestellt und sei nur gut drei Monate haltbar gewesen, schreibt die Molkerei Rücker in einem Beitrag.
Auch in der Grillsaison scheint der geschmolzene Käse so langsam seinen Platz zu finden. «Dank spezieller Raclette-Grillpfännchen müssen Käsefans nicht einmal bei der nächsten Grillparty darauf verzichten», schreibt Raclette Suisse. So funktioniert es: Den Raclettekäse ins Grillpfännchen legen, kurz auf den heissen Grill stellen und wenige Minuten später geniessen. Nichtsdestotrotz passt der Raclettekäse zur kalten Jahreszeit. Schliesslich ist Raclette ein sehr sättigendes, nahrhaftes und zugleich wärmendes Gericht.
Gehen Raclette und Fondue auch im Sommer?
Hier sind ein paar Raclettetipps von Swissmilk:
1. Nehmt den Käse eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus der Plastikfolie und dem Kühlschrank. So können sich die Aromen entfalten.
2. Überhitzt den Käse nicht. Ansonsten kann dieser zäh und fettig werden.
3. Bei der Zubereitung mit dem Walliser Racletteofen: Achtet auf genügend Abstand zwischen Brennstab und Käse – circa zwei Finger breit.
4. Stellt die Teller, wenn möglich, auf den Racletteofen. So sind sie gut vorgewärmt.
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