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Leben & Freizeit

Wer (nicht) sucht, der findet

Südostschweiz
04.02.2020, 16:52 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Noch ein halbes Jahr und dann beginnen wieder viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger ihre Ausbildungen. Walter Järmann, Leiter Lehraufsicht Amt für Berufsbildung, erklärt gegenüber Radio Südostschweiz: «Bisher haben wir 663 Lehrverträge erhalten, die wir anschliessend genehmigt haben. Übrig bleiben 1100 freie Stellen.»

Ursprünglich seien letztes Jahr circa 1600 Lehrstellen für den Lehrbeginn 2020 ausgeschrieben gewesen. Aber nicht alle freien Lehrstellen werden ausgeschrieben. Järmann begründet: «Es kann sein, dass sich Schülerinnen und Schüler direkt beim Lehrbetrieb melden oder dass Schulen in einen Betrieb hineinschauen und dort schon erste Kontakte geknüpft werden. Es kommt aber auch vor, dass das Kind eines Angestellten den Lehrvertrag erhält.» Die Vergabe von Lehrstellen folgt also nicht einem einheitlichen Muster.

Kauffrauen und Kauffmänner

Viele Jugendliche entscheiden sich für eine Lehrstelle im kaufmännischen Bereich. Auch beliebt ist der Detailhandel und die Ausbildung zur Fachfrau/mann Gesundheit. Järmann erzählt: «Meistens befinden sich immer die gleichen Berufe in der ‹Top-Rangliste›.» Wichtig sei auch, dass die Branchen schauen, dass das Berufsbild attraktiv bleibe.

Wenn noch Lehrstellen ausgeschrieben sind, habe das aber meistens nicht mit der Attraktivität einer Stelle zu tun. «Ein Grund ist die Peripherie. In diesen Regionen gibt es zwar Lehrstellen, jedoch zu wenig Schulabgängerinnen und Schulabgänger, welche diese Stellen besetzen.»

Grundsätzlich sei es aber immer so, dass mehr Lehrstellen ausgeschrieben sind, als letztendlich besetzt werden. Darum ist Järmann der Meinung, dass noch viel Potenzial vorhanden ist, Schulabgängerinnen und Schulabgänger in die Lehre zu nehmen. (paa)