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Leben & Freizeit

Wenn die sichereren Masken in Wahrheit nutzlos sind

Südostschweiz
11.03.2021, 10:31 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Wie die SRF-Sendung «Rundschau» berichtet, ist das Spital Glarus auf gefälschte Masken hereingefallen. Die Zuger Firma Emix Trading habe dem Spital die Masken für 7,90 Franken pro Stück, dem Kanton sogar für 9,90 das Stück verkauft.

Nun zeigt sich: Diese Masken hätten gar nicht verkauft werden dürfen. Statt der Mindestfilterleistung von 95 Prozent der Kleinstpartikel, filterten die ominösen Masken nur 5 Prozent. Ausserdem sei das mitgelieferte Produktezertifikat eventuell ebenfalls gefälscht, heisst es.

Wie die «Rundschau» weiter berichtet, kaufte der Kanton Glarus 25'000 Stück der falschen Masken. Rund 20 Prozent davon wurden in Altersheimen, bei der Spitex und an Arztpraxen verteilt.

Regierungsrat Rolf Widmer äusserte sich in der Sendung zu dem Fauxpas: «Wir haben die Masken abgegeben, an die Leute, die an vorderster Front gegen das Virus kämpfen, in der Erwartung natürlich, dass da keine Übertragung des Virus stattfindet. Wir werden mit unseren Juristen und auch mit unseren Staatsanwälten in den nächsten Tagen das Gespräch suchen und schauen, was wir für Möglichkeiten haben, ob wir rechtliche Schritte in die Wege leiten müssen oder das von den Strafverfolgungsbehörden von sich aus weiterverfolgt wird.»

Emix antwortet auf die Vorwürfe mit einer Stellungnahme. Es sei ein «unerträglicher Gedanke», dass die Masken das Gesundheitspersonal nicht geschützt haben könnten. Sie hätten die Masken vorsorglich zurückgerufen und würden sie auf Kulanzbasis ersetzen.

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