Wasser rauf und Wasser runter
«Der Grund, warum das Projekt so lange dauert, sind die in diesem Fall komplexen Bewilligungsverfahren», erklärt Brunnenmeister Marcel Klucker von der Wasserversorgung. Zwar ist hinlänglich bekannt, dass bei jeder Baubewilligung ausserhalb der Bauzone, sogenannten BaB-Verfahren, viele Ämter und Institutionen grünes Licht geben müssen. Betrifft das Vorhaben dann beispielsweise noch zwei sich überlappende Interessen – in diesem Fall Gewässerraum und Sportzone – multiplizieren sich diese. Denn da ist auf der einen Seite das Vorhaben der DKB, die Schneesicherheit für die Pisten auf Parsenn langfristig zu sichern und andererseits eine Rückversicherung zu schaffen, sollten einmal die bestehenden, der Trasse der Parsennbahn folgenden Wasserrohre nicht einsatzbereit sein. Dazu wurde unter dem Seeparkplatz eine neue Pumpstation erstellt und Leitungen unter dem Meierhoferweg in Richtung der aktuell in Bau befindlichen Pumpstation Wolfgang in den Boden gebracht. Diese kommt neben dem Wasserreservoir Wolfgang zu stehen. Von da aus wurde auch bereits eine in Richtung Dorf führende Trinkwasserleitung verlegt. Die DKB investiert für die Schnee- und Wassersicherheit im Parsennge-biet gesamthaft circa acht Millionen Franken.
Parallel dazu erneuerte die Gemeinde die verschiedenen Wasserleitungen im 1907 erschlossenen Quellgebiet unterhalb Totalp und Stützalp. Auch zwei neue Leitungen durch den Arelenwald und unter dem Totalpbach hindurch wurden verlegt. Bisher verliefen sie rund 50 Meter weiter unten direkt ins Reservoir Wolfgang. Von oben her sind die DKB dabei, die Beschneiungsanlagen auf der «Besenbinder»-Piste bis hinunter zum Wolfgang auszuweiten.
Unter den «Teppich» legen
So schloss sich schrittweise der Kreis um die zentrale und aufwendigste Bauetappe, die nun in Angriff genommen wurde. Am auffälligsten ist dabei der breite, planierte und im Fachjargon «Teppich» genannte Streifen entlang des Totalpbachs. Er führt von der Brücke des Meierhoferwegs bis hinauf zur letzten steilen Schneise des «Besenbinders». Unter diesem später wieder teilweise renaturierten «Teppich» sollen neun grosse Rohre zu liegen kommen. Einige gehören der DKB, die darin Wasser aus dem See und Luft für die Beschneiung in die Höhe pumpt. Die nötige Pumpleistung beziehen sie aus der erwähnten neuen Station, die gegenwärtig neben dem Reservoir Wolfgang gebaut wird. Das Auffälligste dort dürften die beiden Kühltürme sein, in denen das relativ warme Seewasser auf für die Beschneiung effiziente Temperaturen hinuntergekühlt wird. Auch dicke Stromkabel werden in die Leitungen eingelegt. Über mehrere, ebenfalls noch zu bauende, Trafostationen liefern sie den für die technischen Schneeerzeuger notwendigen Strom.