Grosse Ehre für den «FamilienRat Davos»
«Mit dem Prix benevol Graubünden anerkennt und ehrt benevol Graubünden herausragende freiwillige und ehrenamtliche Leistungen im Kanton. In allen möglichen Lebensbereichen ist die Freiwilligenarbeit unverzichtbar. Sie hält die Gesellschaft zusammen und verbreitet einen unbezahlbaren Mehrwert für das Zusammenleben der Bevölkerung», beschreibt die den Preis auslobende kantonale Fach- und Vermittlungsstelle für Freiwilligenarbeit.
Dieses Jahr wurde neben der Hauptpreisträgerin, der «Fondazione Ente Museo Poschiavino» und dem ebenfalls mit einer Anerkennung gewürdigten Verein «Informatik für Afrika» auch der 2006 gegründete «FamilienRat Davos» geehrt. Nach dem Slogan «Viele können Vieles bewegen» engagiert sich dieser für ein besseres, vernetztes Miteinander. Er will die Bedürfnisse der Familien in Davos wahrnehmen und sich wenn nötig auch politisch für die Umsetzung einsetzen. Die Freiwilligen des Vereins führen Aktivitäten für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene durch. Schnupperangebote wechseln sich ab mit regelmässigen Treffen, Workshops und Themenabenden. Auf einer eigenen Homepage wird über Angebote, Anlässe und Ausflugstipps rund um Davos informiert. Als besonderen Begegnungsort unterhält der «FamilienRat» den Familientreff Piazza jeweils am Freitagmorgen an Schultagen in den Räumlichkeiten der Elternberatung am Platz. Besonders Neuzuzüger können dort erste Kontakte knüpfen. Doch auch das Sekretariat ist ein engagiertes Infobüro, welches beratend unterstützt. 120 Familien und 20 Kollektivmitglieder gehören dem Verein an.
Nicht damit gerechnet
Die Auszeichnung trifft die Vereinsführung völlig überraschend. «Wir hatten vor zwei Jahren unsere Angaben eingereicht», erzählt Sektretariatsleiterin Johanna Veit Gröbner auf Anfrage der DZ. «Es ist toll, dass unser Vernetzungsangebot wahrgenommen wird.» Aktuell freue sie besonders, dass sich die Lobbyarbeit und finanzielle Unterstützung für einen Vitaparcours gelohnt hätten. Der «FamilienRat» halte weiterhin die Augen und Ohren offen. So etwas bezüglich einer suchtmittelfreien Zone am Spielplatz oder Transparenz bei der Kommunikation bei der kinderärztlichen Versorgung.