Verbundenheit mit der Ukraine
von Gianna Jäger und Mara Schlumpf
In Partnerschaft mit der SRG ruft die Glückskette am heutigen nationalen Solidaritätstag zu Spenden für die Ukraine auf. Von 7 bis 23 Uhr werden schweizweit in verschiedenen Telefonzentralen Spendenversprechen entgegengenommen. Auch in Chur gibt es eine Zentrale. Zahlreiche Persönlichkeiten werden vor Ort Unterstützung leisten, darunter Marcel Suter, Leiter Amt für Migration, Daniel Fust, CEO der Graubündner Kantonalbank, Regierungsrat Marcus Caduff, Simon Camartin, der regelmässig Orchester und Kompositionen aus der Ukraine dirigiert, sowie Alessandro Della Vedova, Geschäftsleiter der Caritas Graubünden.
Seit Beginn der Spendenaktion am Sonntag sei eine grosse Solidarität vonseiten der Schweizer Bevölkerung zu spüren: Bereits über 30 Millionen Franken sind eingegangen, wie die Glückskette am Mittwoch mitteilte. Der Spendentag soll dieser Hilfsbereitschaft Ausdruck verleihen und die wichtige humanitäre Hilfe unterstützen. «Wir sind dankbar für jeden Franken», so Claudia Cathomen, die romanische Stimme der Glückskette. Aktiv etwas beitragen zu können, löse ein gutes Gefühl aus.
Die Glückskette steht laut Mitteilung in ständigem Austausch mit ihren Schweizer Partnerorganisationen vor Ort. Um Hilfe zu gewährleisten, schicke sie zudem zwei Projektverantwortliche an die polnisch-ukrainische Grenze.
Drei Minuten für Frieden beten
Ebenfalls am heutigen Mittwoch werden ab 10 Uhr drei Minuten lang schweizweit die Kirchenglocken für die Ukraine läuten. Es sei ein Zeichen des Protests gegen den Krieg sowie der Solidarität mit den direkt und indirekt betroffenen Menschen, so die Schweizer Bischofskonferenz, die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz und die Christkatholische Kirche der Schweiz in einer Mitteilung. Während des Geläuts seien alle Menschen in der Schweiz eingeladen, für drei Minuten innezuhalten und für Frieden zu beten, heisst es.
Auch der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden hat sich dem Aufruf angeschlossen. «Wir haben die Kirchgemeinden entsprechend informiert und sie zum Handeln ermuntert», so Kirchenratsaktuar Peter Wydler auf Anfrage. Zusätzlich zum Glockengeläut empfiehlt der Kirchenrat den Gemeinden, sich an der Sammlung für die Ukraine-Nothilfe des Hilfswerks der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) zu beteiligen. «Zudem rufen wir dazu auf, Friedensgebete zu veranstalten», sagt Wydler weiter.
«Das Läuten soll die Menschen hier und dort im Gebet vereinen und ihnen in dieser schweren Zeit Trost und Zuversicht spenden», sagt Nicole Büchel, Kommunikationsverantwortliche des Bistums Chur. Die Bitte, sich am Glockengeläut zu beteiligen, sei an alle Bündner Pfarrgemeinden gerichtet. «Wir hoffen, dass alle mitmachen.»
Spenden für die Ukraine können von 7 bis 23 Uhr über die Telefonnummer 0800 87 07 07, online unter www.glueckskette.ch, auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Ukraine» oder via Twint getätigt werden.
Auch weiterhin können Spenden eingereicht werden an die Ukrainehilfe Graubünden ukrainehilfe-gr.ch.