Urban Lanker feiert 35 Jahre beim AO
Als die präklinische Forschungseinrichtung des AO-Forschungsinstituts Davos (ARI) im August offiziell ihre neue spezifisch-pathogenfreie (SPF) Schafanlage einweihte, war dies nicht nur ein lang erwarteter Höhepunkt für die Organisation. Es war auch ein Meilenstein in der Karriere von Urban Lanker, der an der Planung und dem Bau des neuen Gebäudes massgeblich beteiligt war: Lanker feiert in diesem Jahr sein 35-Jahr-Jubi-läum als Mitarbeiter des ARI.
Als «Manager Preclinical Facility» ist Lanker der leitende Tierpfleger für die Labortiere des ARI. «Wir sind gewissermassen die Krankenschwestern für unsere Forschungstiere», sagt Lanker, der für ein Team von acht Mitarbeitern verantwortlich ist. Er ist aktiv in alle Tierversuche am ARI involviert, prüft kritisch die Mittel und Ziele jedes einzelnen Forschungsvorhabens und wägt sorgfältig den voraussichtlichen Nutzen gegen den möglichen Schaden für die verwendeten Tiere ab. «Wir halten während der gesamten Zeit im ARI engen sozialen Kontakt zu den Tieren», erklärt Lanker und fügt hinzu, dass ihr Wohlergehen bei allem, was er tut, an erster Stelle steht: «Wir versuchen immer, im besten Interesse unserer Tierezu handeln, und dabei hatten wir immer die volle Unterstützung der Geschäftsleitung. Alleine hätte ich das nicht geschafft.»
Schon als Kind am ARI
Als Lanker 1986 zum ARI kam – damals noch unter dem Namen Labor für experimentelle Chirurgie Davos bekannt – arbeitete er mit seinem Vater zusammen. Der ursprünglich aus Frankreich stammende Landwirt August Lanker war 1973 von seinem Cousin, dem AO-Mitbegründer Martin Allgöwer, als Tierpfleger für das ARI eingestellt worden. Als Kind begleitete Urban seinen Vater oft zur Arbeit. «Mehrere Sommer lang half ich auch bei der Betreuung der ARI-Schafherde auf der Alp Inschlag, der AO-eigenen Alp», erinnert sich Lanker. Als er offiziell Mitarbeiter wurde, waren übrigens die Schafe seine erste Aufgabe.