Unterwegs mit Pöstler Heinrich Plaz
von Lorena Tino
Es ist ganz einfach: «Ich habe damals in der Sekundarschule in den Beruf geschnuppert und es hat gepasst». So erklärt Heinrich Plaz an einem kühlen Donnerstagmorgen, wie er in der Zustellung am Standort Post 1 in Chur gelandet ist. Heute, fast 40 Jahre später, ist er immer noch täglich in Gelb unterwegs.
Frühmorgens werden wir in der Zustellstelle in Chur empfangen. Heinrich Plaz begrüsst und führt durch die Räumlichkeiten. Es ist ruhig in der Poststelle. Überall stehen Regale mit unzähligen Fächlein. Es wird fleissig sortiert, gesammelt und aufgeladen. Immer wieder hört man das Klingeln der Scanner. Pakete. Briefe. Gemüsetaschen. Hier wird allerhand empfangen, ins System eingelesen, zugeordnet und schliesslich an die gewünschte Adresse zugestellt. Die gesamte Briefpost wurde mit dem Zug geliefert und dann, je nach Adresse, in die jeweiligen Regale einsortiert. Was für uns nach komplizierten Abläufen aussieht, ist für Heinrich Plaz und sein Team Routine.
Schon bald hört man das Summen der Elektroroller, die einer nach dem anderen zu den Arbeitsplätzen gefahren werden, um die Post für die erste Route aufzuladen. So auch an Platz 223. Das ist der Arbeitsplatz von Heinrich Plaz. Er ist Teamleiter vom Team 2.
Es herrscht überraschend ausgelassene Stimmung für frühmorgens. Ein «guten Morgen» hier und ein «guten Morgen» da. Da vergessen wir wohl, dass das für die Kolleginnen und Kollegen von Heinrich Plaz ganz gewöhnlicher Alltag ist.
So. Die Roller sind beladen, die Kisten für die nächsten Routen bereit. Bevor es aber losgeht, wird die Kaffeetasse noch gefüllt. Das Team trifft sich draussen zu einer kurzen Pause. Es wird diskutiert. Über Fussball, das Wetter und natürlich auch über die Arbeit. Wir nutzen diese Gelegenheit, mehr über den langjährigen Postboten Heinrich Plaz zu erfahren.