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Leben & Freizeit

Unterwegs mit dem letzten Berufsfischer vom Walensee

Jürg Abdias Huber
05.10.2022, 04:30 Uhr
heute um 12:16 Uhr

160 Meter tief, 15 Kilometer lang und in einer malerisch fjordartigen Landschaft gelegen: Das ist der Walensee. In ihm leben rund 20 Fischarten. Von Raubfischen, über Weissfische bis hin zu Seeforellen. Im Vergleich zum Zürich- oder Bodensee ist der Bergsee kälter und somit wachsen die Seebewohnerinnen und -bewohner langsamer und entwickeln mehr Muskelfleisch. Das ist ein Grund, warum die Fische bei Delikatessenliebhaber besonders beliebt sind. Dennoch ist es nicht mehr wie früher. Durch die steigende Wassertemperatur nimmt der Fischbestand stetig ab. 

Seit 2006 fährt Hanspeter Gubser mit seinem Stahlboot jeden Morgen auf seinen Arbeitsplatz. In den wärmeren Monaten ist er auch schon mal gegen 4 Uhr auf dem Wasser und gleitet den Punkten entgegen, wo er am Tag zuvor die Netze angebracht hatte.  

Mittlerweile ist der Frosch, so nennt man Gubser seit Jahrzehnten, der einzige Berufsfischer auf dem Walensee. Seine Arbeit ist gleich geblieben, seine Bekanntheit ist aber gestiegen. Mit seiner Fischerei Frosch versorgt er Spitzengastronominnen und -gastronomen weltweit. Darunter ist auch der Bündner Gault-Millau-Koch Andreas Caminada. 

Aber Gubser geht nicht nur auf Fischfang, sondern kümmert sich auch um den Laichenfang, also die Stabilisierung des Felchenbestands. Wie er dabei genau vorgeht, hat er RSO-Moderatorin Armena Küchler verraten:

Wie gehts aber weiter, wenn er seine Netze an den Nagel hängt? Das und viel mehr erfahrt ihr im obigen Video.

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