Über 700 Personen wenden sich an die Opferhilfe
Im Jahr 2020 haben sich 358 Menschen an die Opferhilfeberatung gewendet, wie der Kanton Graubünden in einer Mitteilung schreibt. Das sind so viel wie noch nie in den vergangenen zehn Jahren. Da Ende 2019 der grösste Teil der Fälle von fürsorglichen Zwangsmassnahmen abgeschlossen werden konnte, wurde der Höchststand von 763 aktiven Beratungen vom Vorjahr nicht übertroffen.
So hat sich die Anzahl Beratungen in den letzten Jahren entwickelt:
Gegenüber dem Vorjahr wurden 115 Menschen weniger in Zusammenhang mit den fürsorgerischen Zwangsmassnahmen beraten. Mehr als 95 Prozent dieser Menschen haben vom Bund einen Solidaritätsbeitrag erhalten und ihr Dossier konnte abgeschlossen werden. So werden aktuell von den 714 Beratungen in der Opferhilfeberatungsstelle 22 Menschen in Zusammenhang mit fürsorgerischen Zwangsmassnahmen beraten. Gesuche können aber nach wie vor eingereicht werden.
692 von Gewalt betroffene Menschen fanden in den Beratungen der Opferhilfe Graubünden Unterstützung. Die Opferhilfe ordnet knapp 47 Prozent davon dem Bereich der häuslichen Gewalt ein (323 Personen). Gegenüber dem Vorjahr nahmen diese Beratungen um 9,5 Prozent zu.