Touristen entsetzt: Jägerin schiesst vor ihren Augen auf Murmeltiere
Anfang Woche hat sich das Flüela Hospiz über Facebook sehr über eine junge Jägerin geärgert. Am vergangenen Sonntag zur Mittagszeit sei die Hospiz Terrasse bis zum letzten Platz belegt gewesen und entsprechend viele Touristen seien auf der Passhöhe herumgelaufen. Sie hätten Murmeltiere im Hang neben dem Hospiz beobachtet als plötzlich ein Schuss fiel. «Eine junge Jägerin schoss, nur wenige Schritte vom Parklatz entfernt vom Wanderweg aus, auf die Murmeltiere im Hang», schreibt Flüela Hospiz auf ihrer Facebook-Seite.
Dies sei aber noch nicht genug gewesen. Nach dem ersten Schuss sei die Jägerin weiter den Wanderweg hochgelaufen: «Kurz bevor Sie hinter der Kuppe verschwanden, drehte Sie sich nochmals um und schoss erneut Richtung Murmeltiere, aber diesmal nicht von den vielen Leuten weg, sondern in deren Richtung», so der Facebook-Beitrag.
Keine Anzeige gegen Jägerin
Das Hospiz ist gemäss Facebook-Beitrag der Meinung, es müsse von Gesetzes wegen verboten werden, in einem gewissen Umkreis von bewohntem Gebiet und grösseren Menschenansammlungen schiessen zu dürfen. Gemäss der Kantonspolizei Graubünden war die Wildhut wegen diesem Vorfall am Sonntag am Flüelapass vor Ort. «Gemäss einem Gespräch mit dem Verfasser des Facebook-Eintrages sowie der angetroffenen Situation konnte keine Gefährdung Dritter festgestellt werden», erklärt Markus Walser von der Kantonspolizei Graubünden.
Beim Amt für Jagd und Fischerei sowie bei der Kantonspolizei Graubünden sei bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Anzeige eingegangen und entsprechend auch nichts weiter unternommen worden.
Es ist nicht der erste Fall, der diese Jagdsaison für Ausehen sorgte. Ende September schoss ein Jäger auf eine Hirschkuh, die sich zwischen ihm und einem Fussballplatz befand, auf dem gerade eine Jugendmannschaft trainierte.
Jäger schiesst neben trainierenden Fussballjunioren auf Hirschkuh
Nur wenige Tage zuvor hat ein Jäger von einem Trottoir in Chur aus zwei Rehe in den Rebbergen abgeschossen. In diesem Fall ermittelt die Kantonsspolizei Graubünden.