Tanzen und schwitzen für krebskranke Kinder
Was bei einigen die Augen leuchten lässt, löst bei anderen höchstens ein Schulterzucken aus: Zumba? Was wie ein exotisches Tier oder eine Figur aus einem Disneyfilm klingt, ist ein Fitzesskonzept. Zumba kombiniert Fitnesstraining mit Tanzelementen, primär unterlegt mit lateinamerikanischer Musik, wie etwa Salsa. «Es soll in erster Linie einfach nur Spass machen», sagt Graziella Bättig-Di Giacomo. Die Ennendanerin weiss, wovon sie redet. Sie ist seit 20 Jahren Groupfitness-Instruktorin, und Zumba ist ihre grosse Leidenschaft.
«Den Weg zum Zumba habe ich über den Kampfsport gefunden. Früher habe ich Jiu-Jitsu gemacht, eine japanische Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Trainings waren oft auch mit Musik unterlegt», erklärt die 53-Jährige. Und das «Tanzfüdli» habe sie nicht etwa von ihrem italienischen Vater, wie man es aufgrund ihres südländischen Namens vermuten könnte, sondern von ihrer Mutter, einer Schweizerin.
Eine einstündige Party
Nach der Geburt ihrer Tochter vor zwölf Jahren wollte sie sich wieder sportlich betätigen und entdeckte dabei Zumba. «Es hat mich sofort gepackt», sagt Bättig-Di Giacomo. «Ich liebe die lateinamerikanische Musik, man fühlt sich wie in den Ferien. Zudem kann man beim Zumba sich selber sein», erklärt die Ennendanerin ihre Faszination für das Fitnesskonzept und ergänzt: «Es ist vielseitig, und es steckt viel Leidenschaft darin, man wird einfach mitgerissen.»
Sie arbeitet hauptberuflich als Fitness-Instruktorin und zu 40 Prozent in einem Büro. Zumba ist jedoch ihre ganz grosse Passion – und diese will sie weitergeben, wie sie sagt: «Das Ziel ist es, die Leute für eine Stunde in Partylaune zu versetzen. So, dass man unbewusst Fitness macht.»
Jeder ist willkommen
Graziella Bättig-Di Giacomo hat beschlossen, ihre Leidenschaft mit etwas Karitativem zu verbinden und hat 2017 den Zumba-thon ins Leben gerufen. Der Anlass am Sonntagnachmittag findet nach drei Jahren Pandemiepause wieder statt. «Wir hoffen, dass trotz der Unterbrechung etwa gleich viele Leute den Weg in die Lintharena finden, wie zuvor», so Bättig-Di Giacomo. Das seien jeweils rund 80 bis 100 Menschen aus der ganzen Region gewesen.