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#SOfunktionierts: So schützt ihr euch gegen Mücken und Bremsen

Es gibt Tage, da läuft nichts wie geplant. Damit ihr euch in allen misslichen Lagen zu helfen wisst, gibt es die #sofunktionierts-Artikel. Heute: der Kampf gegen stechende Biester.

Südostschweiz
26.06.22 - 04:30 Uhr
Leben & Freizeit
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Unerwünscht: Mücken sind ziemlich lästig, in der Schweiz aber ungefährlich.
Bild: Pixabay

Auch wenn der Sommer bisher zu wünschen übrig liess – an Stechmücken fehlt es nicht. Diese lauern bei schönem Wetter im Freien und besonders gern in unseren Schlafzimmern. Weshalb sie stechen und was dagegen zu tun ist, erklärte Apothekerin Monika Fehr von der Steinbockapotheke 2022 im Interview mit der Südostschweiz.

Mücken lieben deinen Geruch

«Mach das Licht aus, das zieht Mücken an», oder «gehe nicht verschwitzt ins Bett, die Mücken werden dich auffressen», sind Sätze, die wir alle aus unserer Kindheit kennen. Doch was genau zieht die Mücken eigentlich an? «Alles davon», sagt Apotherkerin Fehr. «Alles, was riecht, alles, was hell ist, menschliche Wärme und sogar Schweiss finden Mücken attraktiv». Doch weshalb werden einige Menschen deutlich öfter gestochen als andere? «Das ist nicht restlos geklärt», so Fehr, «vielleicht liegt es an der Zusammensetzung des Schweisses, vielleicht aber auch an der Ernährung einer Person.» Es gäbe schlicht Menschen, die für Mücken attraktiver seien, als andere. 

Die Kleidung ist der beste Schutz

Noch vor chemischen Mitteln nennt Fehr eine passende Bekleidung als wirksamstes Mittel gegen Mücken. «Möglichst wenig nackte Haut, damit die Angriffsfläche klein ist. Aber auch die Farbe spielt eine Rolle – helle Kleidung hält Mücken eher fern als dunkle Kleider», sagt Fehr. Im Schlafzimmer könne ein Moskitonetz, eine Klimaanlage oder schlicht Durchzug ebenfalls helfen. Dies sind alles Dinge, die Mücken nicht wirklich mögen. Auch chemische Stoffe würden schützen – und zwar sehr gut. «Herkömmliche Mittel zum Einsprühen gegen Mücken halten zwischen sechs und acht Stunden», sagt die Apothekerin. Gewisse ätherische Öle hielten nur einen Bruchteil so lange, seien aber kurzzeitig ebenfalls wirksam. Auch Mückenstecker würden Abhilfe schaffen, «aber die Tür sollte dann geschlossen sein, der Radius der Stecker ist relativ begrenzt», sagt sie. Übliche Insektenschutzmittel würden übrigens auch gegen Bremsen helfen. Wer nicht nur einen Insekten-, sondern auch einen Sonnenschutz brauche, solle sich zuerst mit der Sonnencreme eincremen und erst dann den Insektenschutz auftragen. Da Mücken aber vor allem gegen Abend aktiv seien, sollte der Schutz auch erst dann aufgetragen werden.

Das kannst du gegen die Plagegeister tun:

Sind die Mücken einmal da, wollen sie auch Blut – zumindest die Weibchen. Sie benötigen die das darin enthaltene Eisen und Protein, um sich fortpflanzen zu können. Aktiv werden die Stechmücken vor allem während der Dämmerung oder in der Nacht. Ausnahme ist die auch tagaktive Tigermücke, die sie bereits im Tessin niedergelassen hat. Doch was hilft gegen die lästigen Stiche und das ohrenbetäubende Surren, dass einem nachts den Schlaf raubt?

Nervig, aber harmlos

Die gute Nachricht, so Fehr, sei, dass Stiche von Bremsen und Mücken zwar durchaus lästig seien, von ihnen aber keine Gefahr ausgehe. «Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine Infektion der Einstichstelle, falls jemand mit einem dreckigen Fingernagel sehr heftig am Stich kratzt», sagt sie. Eine Impfung gegen potenziell durch Mücken übertragbare Krankheiten sei in der Schweiz hingegen nicht notwendig. Gegen September werden uns die stechenden Insekten übrigens langsam wieder verlassen – bis auf einige, trägere Exemplare, denen wir aber besser Herr werden sollten.

Zu guter Letzt: Allergien nach Mückenstichen sind selten. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

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