Spenderglück: Das Geld für den Kamin ist beisammen
Eindreiviertel Jahre ist es her, seit der Hochkamin beim Hänggiturm in Ennenda unrühmliche Bekanntheit erlangt hat. Aus dem rund 130 Jahre alten Fabrikschlot drohten Steine auf Strasse und Trottoir herunterzufallen, sodass die Ennetbühlerstrasse für mehrere Monate gesperrt blieb.
Seit rund einem Jahr ist die Verbindung zwischen Ennenda und Ennetbühls wieder offen, und das soll sie bleiben – auch während der Restaurierung des Hochkamins, die diesen Frühling erfolgt. «Sofern das Wetter mitspielt, werden die Bauarbeiten im April 2020 beginnen und bis zum Sommer dauern», schreibt die Anna-Göldi-Stiftung dazu.
Die Stiftung, die das Museum im Hänggiturm betreibt, gab gestern bekannt, dass das Geld für die Sanierung beisammen sei. Rund 340 000 Franken werden dafür benötigt, ein grosser Teil davon kommt von der Denkmalpflege. Rund 90 000 Franken steuert die Anna-Göldi-Stiftung selber bei. Ein Aktionskomitee unter Leitung der Juristin Veronika Britt hat innert zwölf Monaten das Geld gesammelt. Es seien «grosszügige Spenden von diversen Persönlichkeiten eingegangen», so Britt, darunter «ein namhafter Betrag der Familie Kobelt-Jenny aus Ennenda, die mit dem früheren Industrieareal verbunden ist».
Originalgetreu nachbauen
Geplant ist eine Restauration, die den ursprünglichen Zustand des Kamins wieder herstellt. «Die dafür benötigten Ziegel müssen extra hergestellt worden», verrät Projektleiter Peter Bertschinger auf Nachfrage. Das erkläre auch den die hohe Summe, die für die Restaurierung bereitgestellt wird. «Die morschen Ziegelsteine werden herausgebrochen und ersetzt. Das ist sehr aufwendig», führt Bertschinger weiter aus.