Warum die Redewendung «Klappe zu, Affe tot» einen traurigen Ursprung hat
Redewendungen sind fester Bestandteil der geschriebenen und gesprochenen Sprache. Sie sind oft mit Weisheit und Humor gefüllt und helfen dabei, etwas prägnant auszudrücken. Der Ursprung dieser sprachlichen Perlen geht meist weit in die Vergangenheit zurück. Sie sind quasi ein Spiegel der Kultur, aus der sie stammen, und wurden über Generationen hinweg weitergegeben und bewahrt.
Ein Beispiel für solches sprachliches Erbe ist die Redewendung «Klappe zu, Affe tot». Doch was verbirgt sich hinter den vier Worten und wann wurde dieser Ausdruck Teil unserer Sprache?
Herkunft in einem ganz besonderen Bereich
Beginnen wir ganz am Anfang: In welchem Kontext wird dieses Sprichwort überhaupt verwendet? Wenn jemand «Klappe zu, Affe tot» sagt, möchte er damit zum Ausdruck bringen, dass eine bestimmte Angelegenheit abgeschlossen oder er selbst damit fertig ist.
Über die Herkunft der Redewendung «Klappe zu, Affe tot» wird unter Historikern und Sprachwissenschaftlern auch heute noch diskutiert. Tatsächlich ist der Ursprung etwas ungewöhnlich und nicht völlig klar. Die wohl am weitesten verbreitete Theorie besagt, dass die Redewendung ihren Ursprung in der Zirkuswelt hat. Früher war es nämlich üblich, kleine Äffchen in einer Holzkiste am Kassenhäuschen eines Zirkus als Attraktion zu zeigen.
Dazu müsst ihr wissen, dass Affen zu jener Zeit fast überall als Hauptattraktion im Zirkus galten und man viel Geld mit ihnen verdienen konnte. Kam es dann einmal vor, dass der im Kassenhäuschen platzierte Affe starb, blieb die Klappe der Holzkiste geschlossen und es fand keine Vorstellung statt.