Zum Hauptinhalt springen
Leben & Freizeit

Zügeln ohne Katzenjammer oder Hundejaulen: Tipps für einen haustiergerechten Umzug

Nicole Nett
23.03.2024, 04:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

1,85 Millionen Katzen und 544'000 Hunde leben laut «statista.com» in der Schweiz. Die eine oder andere Fellnase davon wird am offiziellen Zügeltermin am 1. April mit ihrer Halterin oder ihrem Halter in ein neues Daheim einziehen. Wie die Susy-Utzinger-Stiftung für Tierschutz schreibt, ist Zügeln für Tiere immer eine Herausforderung. Mit folgenden Tipps gelingt euch ein besserer Umzug, womöglich ohne Katzenjammer oder Hundejaulen:

1. Fremdbetreuung während Zügelphase

Da ein Umzug an sich schon stressig genug ist, sollten Hunde womöglich über die Zügeltage und bestenfalls bereits ein bis zwei Tage davor an eine bekannte Betreuerin oder zu einem Sitter gegeben werden. Denn wie die Tierschutzorganisation schreibt, übertragen Herrchen und Frauchen diesen Stress unausweichlich an diejenigen, die sich an uns orientieren – nämlich an unsere Vierbeiner und Kinder.

2. Sorgfältiger Transport

Nachdem die Zügelkartons gepackt sind, geht es um den Transport an den neuen Wohnort. «Eine sichere und ruhige Fahrt ist wichtig», schreibt die Stiftung. Deshalb sollte für den Umzug (wie für alle Transporte) eine geeignete Transportbox verwendet werden. Wer nicht extra eine anschaffen möchte, kann sich auch eine ausleihen.

3. Wohnungsputz mit Tücken

Dieser Tipp richtet sich an die feine Katzennase. «Ammoniak riecht für Katzen wie die Urinmarke eines Konkurrenten – klar, dass eine Katze, die etwas auf sich hält, darüber markieren muss», so die Tierexperten. Deshalb empfiehlt es sich, abzuklären, mit welchen Mitteln die neue Wohnung gereinigt wurde, um solche feuchten Missgeschicke zu vermeiden.

Zieht ihr in diesem Jahr um?

4. Stubenarrest für drei Wochen

Auch wenn es vielleicht etwas nervenaufreibend werden könnte, sollten Katzen nach dem Umzug drei Wochen lang in der Wohnung bleiben, damit sie sich langsam ans neue Zuhause gewöhnen können und nicht weglaufen. Ein guter Moment, die Katze am neuen Ort das erste Mal nach draussen zu lassen, ist gemäss der Susy-Utzinger-Stiftung das Regenwetter. «Die wenigsten Katzen mögen nasse Pfoten und werden gerne wieder ins Haus kommen.»

5. Mehr Aufmerksamkeit schenken

Ausserdem sei es wichtig, in den ersten Tagen am neuen Wohnort den Fellnasen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und Ruhe auszustrahlen. «Für Tiere ist eine neue Situation immer etwas stressig und unsicher. Die Fellnase weiss ja auch nicht, dass sie nicht nur temporär an dem neuen Ort leben wird», so die Stiftung für Tierschutz. Wie bei den Katzen gelte auch für den Hund in neuen Situationen, dass eine gewohnte Routine die Tiere beruhige. «Kann sich Hund oder Katz an einem ruhigen Ort in der neuen Wohnung an einem speziell eingerichteten Platz zurückziehen, wird das Tier dort rascher zur Ruhe kommen.»

6. Hilfreich gegen Heimweh

Der gewohnte Napf, das Schlafkörbchen oder Lieblingsspielzeug sollten möglichst ins neue zu Hause mitgenommen werden. Neue Sachen schafft ihr euch bestenfalls erst an, wenn sich euer tierisches Familienmitglied gut eingelebt und an den Wohnungswechsel gewöhnt hat.

7. Es langsam angehen

Grundsätzlich ist euer Vierbeiner glücklich, wenn auch Frauchen und Herrchen zufrieden sind. Das Tier wird sich euch anpassen. Wichtig ist, dass die Fellnasen schrittweise an die neue Situation gewöhnt werden und nicht ganz allein sein müssen – vor allem am Anfang. Irgendwann wird sich ein Alltag einpendeln, der für alle passt – vielleicht braucht es einfach etwas Geduld und Zeit.

Wir hoffen, unsere Tipps haben euch geholfen. In dem Sinne wünschen wir euch einen möglichst entspannten Umzug mit eurer Fellnase und viel Freude in den neuen vier Wänden.

Dieser Artikel ist in abgeänderter Form bereits am 28. September 2023 erschienen.