#sofunktionierts: Wie verhalte ich mich, wenn ich ein Verbrechen beobachte?
Jede Person kann Zeugin eines Verbrechens werden. Aber wie sollte man sich in dieser Situation am besten verhalten, um sich auch selbst nicht in Gefahr zu bringen?
Auf Anfrage verweist die Kantonspolizei Graubünden auf die Internetseite der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP). Eine Aufgabe dieser Fachstelle ist die Aufklärung der Bevölkerung über kriminelle Phänomene, Präventionsmöglichkeiten und Hilfsangebote. Es werden beispielsweise Broschüren und Faltblätter zu bestimmten Themen wie Einbruch oder Stalking erstellt.
Auf einem Flyer für Zivilcourage finden sich Regeln für den Ernstfall. Mit diesen Tipps wisst Ihr, wie Ihr Euch in Zukunft in so einer Situation zu verhalten habt:
1. Gefahrenlos handeln
Wenn jemand Zeugin oder Zeuge eines Verbrechens wird, ist tatenloses Zusehen oder Weglaufen keine Lösung. Niemand möchte allerdings, dass Ihr ein zweites Opfer werdet, wenn Ihr dem ersten Opfer helfen wollt. Es ist also wichtig, vorsichtig zu sein.
2. Mithilfe fordern
Es ist wichtig, andere Personen aktiv und direkt zur Mithilfe aufzufordern. Es ist keine Seltenheit, dass Verbrechen mitten am Tag in breiter Öffentlichkeit geschehen und dennoch niemand eingreift. Sprecht sofort andere Zuschauerinnen und Zuschauer an und fragt nach deren Einschätzung der Situation.
3. Genau hinsehen
Ein Verbrechen kann binnen kürzester Zeit geschehen. Dadurch besteht oft gar nicht die Möglichkeit, aktiv einzugreifen. Wenn jemand die Situation beobachtet hat, kann diese Person aber dennoch helfen, indem sie sich bei der Polizei meldet und dieser etwa das Aussehen des Täters oder seine Fluchtrichtung schildert.