So schützt ihr euch vor Unfällen auf der Piste
von Gianna Jäger
Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und frischer Schnee – die perfekten Voraussetzungen, um einen Tag auf der Piste zu verbringen. In der Schweiz scheinen Wintersportarten attraktiver denn je zu sein. Laut Samuli Aebli, Experte des grössten Schweizer Unfallversicherers Suva, gibt es im ganzen Land nämlich rund 2,8 Millionen Schneesportlerinnen und Schneesportler.
Doch das beliebte Hobby birgt auch Risiken: Jeden Winter verletzen sich rund 34’000 Arbeitnehmende auf Pisten im In- und Ausland, wie es auf der Internetseite der Suva heisst. Über 90 Prozent aller Schneesportunfälle seien dabei selbstverursacht. Doch warum? «Die Selbsteinschätzung funktioniert oft nicht sehr gut», so Aebli im Gespräch mit TV-Südostschweiz. Häufig würden sich die Leute nämlich überschätzen. Der Experte erklärt: «Schneesportarten sind mit vielen schönen Emotionen verbunden. Dabei vergisst man manchmal, was man wirklich kann und wie viel man sich zutrauen will.» Deshalb lohne es sich, sich mit dem eigenen Risikoverhalten auseinanderzusetzen. «Damit man auch den nächsten Tag geniessen kann und nicht im Spital landen muss.»
Risikofaktoren für Schneesportunfälle
Zu den grössten Risikofaktoren für Schneesportunfälle gehören laut Suva:
– ungenügendes Gefahrenbewusstsein
– überhöhte Fahrgeschwindigkeit
– mangelhafte körperliche Kondition
– körperliche Ermüdung
– ungenügendes Fahrkönnen
– ungenügender physiologischer Zustand
– fehlende Schutzausrüstung
– falsch eingestellte Skibindung
– Pistenraumgestaltung und Snowparks