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Leben & Freizeit

Das hilft gegen Migräne

sladmin
20.03.2024, 04:30 Uhr
heute um 12:16 Uhr

Im Internet lassen sich viele vermeintliche Wundermittel gegen Migräne finden. Es wimmelt von Hausmitteln wie Tee, Kaffee oder Pfefferminzöl. Ausserdem werden verschiedene Produkte angeboten, wie beispielsweise ein «Universal Anti-Migräne Kälte-und-Wärme-Therapiekopfband». Ob so etwas tatsächlich wirkt, sei dahingestellt. Fakt ist: Den meisten Menschen helfen Ruhe und Schlaf. 

Es gibt starke Medikamente

Grundsätzlich würden Menschen, die öfters Migräne haben, spüren, wann eine Attacke komme und könnten dann zu Medikamenten greifen, erklärt Monika Fehr, Präsidentin des Apothekenverbands Graubünden. In Absprache mit Ärzten stünden verschiedene Mittel zur Auswahl. Nachdem eine Migräne festgestellt wurde, gibt es laut Fehr auch prophylaktische Medikamente, die eine Attacke verhindern sollen. 

Die Leute wüssten meist selber, was sie bei Migräne beachten sollten, sagt Fehr. So könne es helfen, Lärm und Stress oder auch unregelmässiges Schlafen zu vermeiden. Das sei jedoch individuell verschieden. Hausmittel sind der Apothekerin keine bekannt. Ausser: Schwarzer Kaffee mit Zitrone könne helfen. Fehr erklärt, dass das Getränk sehr gut bei Kopfschmerzen sei. Bei wirklicher Migräne sei es allerdings umstritten und vermutlich machtlos. 

Es leiden mehr Frauen an Migräne

In der Schweiz leidet mehr als eine Million Menschen an Migräne. Betroffen sind dabei mehr Frauen als Männer. Ein Grund dafür könnten laut dem Kantonsspital Winterthur Sexualhormone sein. Das Spital handelt auf ihrer Webseite einige Themen in Bezug auf Migräne ab. Auch wenn die Ursachen der stechenden Schmerzen noch nicht ausreichend erforscht seien, gebe es einige Faktoren, die eine Attacke begünstigen könnten. Diese Faktoren werden Migräne-Trigger genannt. Dazu gehören zum Beispiel Stress, Schlaflosigkeit oder hormonelle Schwankungen, wie es auf der Webseite weiter heisst. 

Krankschreiben nur im Notfall

Da es auch Menschen gibt, die beispielsweise alle zwei Tage unter Migräne leiden, empfiehlt Fehr, sich so selten wie möglich krank zu melden. Die meisten wüssten, wie sie mit so einem Anfall von Migräne umzugehen hätten. Ziel sei es dann, diesen so schnell wie möglich zu stoppen. Das auch, um bei der Arbeit nicht ständig krank zu sein. Wenn es allerdings nicht anders gehe, sei eine Krankschreibung sinnvoll.

Schlussendlich müsse jeder Mensch individuell herausfinden, was am besten helfe, so Fehr weiter. Gegebenenfalls sei es sinnvoll, sich die Migräne ärztlich bestätigen zu lassen und anschliessend passende Medikamente zu finden.