«Söma no… go Spiisacha poschta?»
Am liebsten kaufe ich Bücher. Kleine, grosse, dicke, dünne. Sie nehmen mich mit in frühere Zeiten und in ferne Länder, lassen mich teilhaben an Sehnsüchten, Träumen und Leiden und zeigen, wie sehr er sich lohnt, hartnäckig seine Ziele zu verfolgen oder aus Liebe an das zu glauben, woran sonst niemand mehr glaubt. Beim Lesen tauche ich ein und vergesse den Alltag, lerne etwas und werde inspiriert. Ist es draussen dunkel oder einfach kalt, nass und grau, reichen mir ein gutes Buch und eine Tasse Tee. Dass andere in dieser Zeit lieber in die Stadt gehen zum «Lädela», finde ich rätselhaft.
«Was söllemer hüt macha?», frage ich ab und zu unseren kleinen Sohn, der im Frühling zwei wurde. In der Hoffnung, er habe eine Idee (die mir manchmal fehlt) und um seine Fantasie anzuregen. Seit er immer verständlicher spricht, nimmt er mir diese Frage manchmal vorweg. Ab und zu hat er sogar bereits einen Vorschlag parat. Das klingt dann manchmal so: «Söma no go Autokaan poschta?» Was ich nicht einfach bejahen kann, weil ich ja nicht gerne einkaufen gehe und weil er sonst am nächsten Tag eine neue Idee hätte, was wir noch kaufen könnten, und unsere Wohnung vor lauter Spielsachen aus allen Nähten platzen würde.