So wird dieses Jahr in Bündner Kirchen Weihnachten gefeiert
Maske auf, Abstand halten und keine Menschenansammlungen – diese Massnahmen dürften uns noch länger begleiten. Trotzdem: «Kaum zu glauben, aber wahr, Weihnachten findet trotz Corona so oder so statt», sagt Pfarrer Kurt Benedikt Susak aus Davos schmunzelnd. Wenn auch in einem anderen Rahmen. Weihnachten sei eine sehr intensive Zeit, eine sehr schöne Zeit. Eine Zeit, in der alle Menschen ein wenig innehalten, zur Ruhe kommen und sich auf das Familiäre konzentrieren. «Das ist vielleicht gerade in diesem Jahr noch wichtiger. Es muss an Weihnachten niemand alleine sein, das liegt uns am Herzen.»
Vom digitalen Kirchenfest...
«Wir feiern Weihnachten und die ganze Adventszeit so, wie wir es bis anhin eigentlich auch gemacht haben. Natürlich unter Einhaltung der Schutzmassnahmen», sagt Kurt Benedikt Susak. Zu den Massnahmen zählen unter anderem Maskenpflicht und keine Menschenansammlungen mit mehr als 50 Personen.
Beispielsweise komme der Samiklaus nicht zu den Kindern, sondern die Kinder kommen in kleinen Gruppen zum Samiklaus, so der Pfarrer weiter. «Klar werden die Gottesdienste nicht so gefüllt sein wie sonst an Weihnachten üblich. Deshalb bieten wir an, dass beispielsweise die Messe in der Marienkirche parallel in den Pfarreisaal übertragen wird.» Der Gottesdienst wird in Davos seit März via Livestream übertragen. Dieses Angebot werde sehr rege genutzt, sagt Kurt Benedikt Susak.
Ebenfalls auf die digitale Schiene setzt Urs Zangger. Er ist Pfarrer in Champfèr, Silvaplana und Sils. Die Feiern werden zu den üblichen Zeiten an Weihnachten gehalten. Drei Feiern an Heiligabend und zwei an Weihnachtssonntag. «Parallel dazu wollen wir die Gottesdienste im Netz übertragen. Für Menschen, die entweder keinen Platz hatten oder sich selber schützen wollen». Auch für den Fall, dass das Worst Case Szenario eintrifft und keine Präsenzanlässe durchgeführt werden können.
Geht Ihr dieses Jahr an Weihnachten in die Kirche?