So steht es um die Bündner Lehrlinge
Nun ist es wieder so weit. Schweizweit starten an diesem Montag Tausende Jugendliche in ihre Berufsausbildung. Gar 58'000 Lehrverträge (Stand Ende Juni) wurden in der gesamten Schweiz abgeschlossen, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in einer Mitteilung schreibt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund 2500 mehr.
Tendenz steigend
Ist diese Entwicklung auch in Graubünden beobachtbar? «Ja, die Tendenz stellen wir auch fest», sagt Walter Järmann, Abteilungsleiter Amt für Berufsbildung Kanton Graubünden, im Interview mit Radio Südostschweiz. Vor etwa einem Jahr waren es noch 1653 abgeschlossene Lehrverträge, nun sind es 1713. Im Jahr 2019 waren es sogar fast 200 Lehrverträge weniger als im 2021.
Trotzdem kann nicht einfach von einem Trend ausgegangen werden. «Mal sind es in einem Jahr ein paar Verträge weniger und im anderen Jahr wieder ein paar mehr. Eine gewisse Wellenbewegung ist immer zu beobachten», führt Järmann aus.
Lernen während der Coronakrise
Im vergangenen Jahr starteten noch viele Jugendliche mitten in der Coronakrise ihre Berufsausbildung. Järmann zieht rückblickend ein positives Fazit. «Glücklicherweise durften wir feststellen, dass Corona der beruflichen Grundausbildung nicht geschadet hat.»
Ein grosses Lob sei den Lehrbetrieben auszusprechen. Sie hätten die Ausbildung trotz allen einzuhaltenden Massnahmen sehr gut weitergeführt. «Natürlich gab es einige Einschränkungen und Herausforderungen für die Jugendlichen und ihre Lehrbetriebe, aber im Grossen und Ganzen ist es wirklich gut gelaufen», so Järmann.