Schubert und Dvorak hätten Freude gehabt
Geleitet wurde das Ganze von Daniel Lachish, dem musikalischen Leiter des Kammermusikprogramms an der Ben-Gurion-Universität, die in Beer Sheva(Israel) liegt. Die Camarata-Mitglieder Tomer Amran (Flöte), Assil Mahamid, Carmi Hadani (beide Violine), Gideon Anholt (Viola) sowie Ute Deichmann und Lachish (Violoncello) sind alle musikalisch bestens ausgebildet und beherrschen ihr Instrument im Schlaf. Und sie sind samt und sonders Studenten und Hochschullehrer verschiedener Fächer an der genannten Uni.
Die Zuhörerschaft in der recht gut gefüllen Kirche St. Johann – gegen 70 Personen folgten der Konzerteinladung – kam in den Genuss eines abwechslungsreichen Konzerts, das etwas mehr als eine Stunde dauerte. Zunächst wurde Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur intoniert. Dies sei Schuberts längstes und reifstes Stück, konnte im Konzertprogramm nachgelesen werden. Tatsächlich spielten die Musikerinnen und Musiker mit kurzen Abständen rund eine halbe Stunde. Langweilig wurde der Zuhörerschaft aber nie, denn die Camerata wusste das Werk sehr lebendig zu gestalten. Als zweites Stück des Abends stand das Streichquartett F-Dur opus 96 – Antonin Dvoraks sogenanntes «Amerikanisches Quartett» – auf dem Programm. Man wähnte sich tatsächlich hin und wieder im amerikanischen Westen, wenn man die Augen schloss.
Das Publikum verdankte den angenehmen Konzertabend mit viel Applaus, worauf die Camerata auch noch Musik von Mozart erklingen liess.