Schmittner Schüler: Nun redet der Kanton
Die DZ vom Freitag, 7. Oktober, berichtete ausführlich über das neuste Kapitel in der Sache. In seiner Stellungnahme zu einer Kleine Anfrage der SVP-Fraktion ging der KL auf zwei Themen ein: Einerseits auf die grundsätzliche schulische Zusammenarbeit zwischen den beiden Orten, die durch ein Urteil des Verwaltungsgerichtes legitimiert wäre und im Sinne der Gemeindeautonomie in die Kompetenz der Kommunen fällt. Andererseits möchte der KL in Wiesen gerne das sogenannten «Basisstufenmodell» im Rahmen eines Pilotversuchs testen. Es sieht die gemeinsame Beschulung der beiden Kindergartenjahrgänge zusammen mit den 1.- und 2.-Klässlern vor. Doch der Kanton zeige aktuell kein Verständnis für die Davoser Situation, so der KL.
Basisstufe bereits durchdiskutiert?
Das Amt für Volksschule und Sport (AVS) reagierte nun diese Woche auf eine Anfrage der DZ. «Die nachfolgenden Ausführungen sind im Sinne einer Gegendarstellung des AVS auf die geäusserte Kritik zu verstehen, die aus unserer Sicht ungerechtfertigt ist», schreibt das AVS. Es nimmt zu den Vorwürfen wie folgt Stellung: «Landammann und Grossrat Philipp Wilhelm hat am 7. Februar im Rahmen der Fragestunde der Session des Grossen Rates die Regierung bezüglich eines Schulversuches ‹Basisstufe› angefragt, um der tiefen Schülerzahl im Kindergarten Wiesen zu begegnen. Die Antwort der Regierung machte deutlich, dass aufgrund der Erfahrungen aus einem Schulversuch der EDK-Ost zur Basisstufe und dem Volksnein zur Harmonisierung der obligatorischen Schule (Harmos) die Einführung der Basisstufe im Kanton Graubünden nicht angestrebt wird und gemäss aktueller Schulgesetzgebung auch nicht möglich ist. Zudem ist zu erwähnen, dass aufgrund des EDK-Ost-Schulversuchs schweizweit nur der Kanton Luzern eine flächendeckende Basisstufe eingeführt hat.» Wilhelm hatte sich in seiner Frage auf einen Artikel des Schulgesetzes bezogen, wonach die Regierung Schulentwicklungsprojekte und Schulversuche bewilligen kann.