Schierser Bahnhof soll abgebrochen werden
Ein vermutlich auf Brandstiftung zurückzuführendes Feuer hatte Anfang August beim Bahnhof Schiers einen Sachschaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Franken verursacht. Menschen waren beim Brand keine verletzt worden. Der an das Stationsgebäude angebaute Güterschuppen war in Vollbrand geraten, ein komplettes Übergreifen der Flammen auf den Bahnhof selbst konnte von der Feuerwehr verhindert werden. Es würden Analysen zur Grundstruktur der Gebäude vorgenommen, um abzuklären, was «man stehen lassen kann und was nicht», hatte es nach dem Brand seitens der Rhätischen Bahn (RhB) zum weiteren Vorgehen geheissen. Diese Untersuchungen seien nun weitestgehend abgeschlossen, teilte die RhB-Medienstelle am Dienstag auf Anfrage mit.
Bahnhofsbrand war mutmasslich Brandstiftung
In Betracht gezogen wird offenbar ein Neubau. Die RhB Immobilien AG prüfe, ob das Bahnhofsgebäude als Ganzes abgebrochen werden könne, so die RhB-Medienstelle. Diese hielt schriftlich fest: «Ein allfälliger Ersatzneubau des Bahnhofgebäudes soll möglichst zeitnah realisiert werden können.» Erste Gespräche mit der Schierser Gemeindebehörde seien geplant. Damit könnten die Anliegen der RhB und der Kommune auf dem Areal realisiert werden.
Noch keine Anklage erhoben
Gegen den mutmasslichen Brandstifter, einen in Schiers wohnhaften 29-Jährigen, wurde laut Auskunft der Bündner Staatsanwaltschaft noch keine Anklage erhoben. Wie ihr Sprecher Bruno Ulmi mitteilte, laufen die Untersuchungen noch. Der Verdächtige befinde sich nach wie vor in Untersuchungshaft. (béz)