Schadet die Trockenheit den Reben?
Der Frühling ist da – und so haben auch die Weinbauern ihre Arbeitsgeräte für die Rebarbeit wieder hervorgeholt. Nebst Rebarbeiten werden im Frühling die Anlagen wieder instand gestellt. Alles muss bereit sein für den Sommer. «Im Sommer sollten keine Baustellen mehr offen sein an den Anlagen», sagt Moritz Villinger, Reb- und Kellermeister beim Plantahof. Und dennoch: Im Frühling kann der gute Tropfen Wein noch nicht wirklich beeinflusst werden. «Die Weichen sind im Frühling noch nicht gross gestellt.»
Die Weichen sind im Frühling noch nicht gross gestellt.»
Moritz Villinger, Reb- und Kellermeister Plantahof
Wichtiger ist laut Villinger die Sommerarbeit, welche schlussendlich für den guten Wein ausschlaggebend ist. Das Einzige im Frühling, was für die Weinlese fatal wäre, ist Frost. Die ersten Blättchen der Reben seien sehr anfällig für Minustemperaturen. Ein starker Frühlingsfrost könnte die gesamte Ernte beschädigen.
Kaum Regen im März
Wiesen und Wälder sind derzeit ziemlich ausgetrocknet. Dass es im März noch kaum geregnet habe, spiele allerdings für die Weinberge keine Rolle, so Villinger. Die Reben seien jetzt noch in der Winterruhe und hätten eigentlich keinen Bedarf an Wasser. «Von Schaden kann man hier noch nicht reden», führt Villinger fort. Trotzdem haben die Weinbauern gerne lange und kalte Winter. Denn je später die Blätter wachsen, desto weniger Gefahr bestehe für den Frühlingsfrost.