Normalerweise spreche ich mit Freunden und Lesenden, die ich unterwegs treffe, nicht über meine nächsten Fotoreportagen in der Zeitung. Nicht dieses Mal, ich kam zwangsläufig mit den Menschen ins Gespräch. Da ich die Schatten der verschiedenen Objekte fotografiert habe, wurde ich seltsam angeschaut, besonders als ich meinen eigenen Schatten fotografierte.
Die Idee, ein Selfie von meinem Schatten zu machen, kam mir, während ich am Bahnhof in Glarus auf den Zug wartete. Als ich meinen Schatten neben einer Tafel erspähte, hielt ich die Szenerie fest, weil ich darin eine gewisse Kunstfertigkeit sah. Ich hatte mich bis zu diesem Zeitpunkt nicht mit Schatten-Selfies befasst und fotografierte am nächsten Tag meinen eigenen Schatten an mehreren Stellen. Eines der Fotos, welches ich im Volksgarten schoss, hat mir sehr gut gefallen. Mir wurde schlagartig bewusst, dass man, wie der berühmte arabische Dichter Kahlil Gibran sagte, seinen Schatten nur sieht, wenn man seinen Rücken der Sonne zudreht.