Rund 100 Rehkitze aus der Luft gerettet
Rehkitze sind meist wenige Tage bis Wochen alt, wenn eine grosse Gefahr auf sie zukommt: Landmaschinen. Im meist meterhohen Gras werden die Jungtiere sehr schnell übersehen. Ein Pilotprojekt hilft seit 2018 den Wildhütern, mit Drohnen die Rehkitze aufzusuchen. Diesen Sommer zeigen sich die ersten Erfolge, wie Edi Rietberger von der Jägersektion Falknis berichtet.
Erfolg: Rund 100 Kitze und ein Hirschkalb
Der Jagdbezirk von Rietberger, der Bezirk 11 Herrschaft-Prättigau, habe drei Drohnen bekommen. Dies zahle sich aus. Allein mit der Drohne von Rietberger wurden seit dem Frühling 16 Rehkitze und ein Hirschkalb vor dem Mähtod gerettet, im ganzen Bezirk waren es rund 100 Tiere. Nach dem Auffinden werde das Rehkitz unter einem Harass in Sicherheit gebracht. Es könne aber bereits nach wenigen Stunden wieder freigelassen werden, sobald das Feld gemäht sei.
20 Drohnen kreisen über Bündner Felder
Begonnen hat das Projekt der Drohnensuche im 2018 in der Jägersektion Tsana im Unterengadin, erzählt Rietberger. Nun habe der Kanton Graubünden mit dem Amt für Jagd und Fischerei 20 Drohnen angeschafft. «Die Drohnen werden bei den Wildhütern der jeweiligen Bezirke stationiert. Ein Pilot der Drohne übernimmt die Steuerung und hat zwei Bildschirme; zum einen eine Echtbildübertragung und zum anderen eine Wärmebildkamera. Der Assistent kontrolliert dann die Anzeigen und sucht allenfalls nach den Tieren.»