Ruedi rennt wieder
Er rennt und rennt und rennt – ein bisschen wie Forrest Gump im Film. Die Rede ist von Ruedi Frehner aus Castrisch. Am Donnerstag ist er in Bonaduz auf seine 570 Kilometer lange Reise aufgebrochen. Nun geht es für ihn durch alle 26 Kantone.
Früher sei er ein ambitionierter Breitensportler gewesen, sagt Frehner im Interview mit Radio Südostschweiz. Heute habe das Laufen für ihn eine ganz andere Bedeutung. Nicht unbedingt der Sport liege im Fokus: «Die Herausforderung ist vor allem, Leute auf meine Reise mitzunehmen. Ich möchte mich mit ihnen austauschen und eine lässige Zeit verbringen.» Ursprünglich wollte Frehner 27 Marathons, also jeden Tag einen, laufen. Doch: «Meine Frau hat mich gebremst. Und genau das brauche ich.» Nun läuft er täglich einen Halbmarathon.
Für einen guten Zweck
Sein Lauf habe in erster Linie einen sozialen Hintergrund, sagt Frehner. Mit seiner Charity-Tour-de-Suisse sammelt er Spenden für ausgewählte wohltätige Institutionen des jeweiligen Kantons. Dazu hat er sich Kantonsbotschafter auf die Strecke geholt, mit denen er auf jeder Etappe Spenden für ein regionales Projekt sammelt, wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Seit 2011 lanciert Frehner Projekte, welche mit Laufen und sozialem Engagement zu tun haben. Für ihn ist so ein Projekt jedes Mal etwas Besonderes: «Ich bin in meinem Leben mit viel Glück beschenkt worden, deshalb möchte ich gerne etwas weitergeben», sagt er. Und darum laufe er aus tiefster Überzeugung so weit ihn seine Füsse tragen würden, jeden Tag für eine andere Organisation. Wie es heisst, möchte er verschiedenste Menschen – vom normalen «Büezer», Sportexperten bis Politiker – und viele Firmen motivieren, sich für sozial benachteiligte Menschen einzusetzen und ein Teil der sozialen Bewegung zu werden. Deshalb wünscht er sich, dass ihn viele weitere Läuferinnen und Läufer sowie Spenderinnen und Spender auf dieser Charity-Tour-de-Suisse begleiten.
Durch alle Kantone
Am 1. September ist die Charity-Tour-de-Suisse in Bonaduz losgegangen. Gemeinsam mit Mauro Nicca, dem Botschafter für die erste Etappe in Graubünden, machte sich Frehner auf die 25 Kilometer lange Strecke nach Chur. In den nächsten Tagen geht es für Frehner zuerst ins St. Gallische und danach in die Zentralschweiz. Seine letzten Etappen sind in der Westschweiz vorgesehen. Am Schluss wird sich der Kreis schliessen und Frehner wird wieder in Graubünden ankommen.
Wer mitlaufen möchte, findet auf der Website alle Startzeiten und Etappenziele. Auch auf seinen Social-Media-Kanälen kann Frehner verfolgt werden:
(nen)