Mit «L'urs en citad» lesen lernen
Das Buch «L'urs en citad» (Originaltitel «Stadtbär») ist gemäss Mitteilung des Romanisch-Dachverbands Lia Rumantscha eine humorvolle, tiefsinnige Geschichte. Das Buch der deutschen Autorin und Illustratorin Katja Gehrmann steht demnach genau am Übergang zwischen Bilderbuch und Erstlesebuch und ist perfekt für jene geeignet, die gerade anfangen, selbst zu lesen. Die Lia Rumantscha hat das bereits mit diversen Kinderbuchpreisen ausgezeichnete Buch aus dem Hause Moritz in alle rätoromanischen Idiome und Rumantsch Grischun übersetzt und gibt es in sechs Varianten heraus.
Die Geschichte erzählt vom Bären, der eines Tages erwacht und den Wald seltsam leer vorfindet. Wo sind bloss die anderen Tiere? «Die sind alle in die Stadt gezogen», erklärt der Habicht. «Dort gibt es beheizte Höhlen, leckeres Essen und vor allem: keine Jäger.» Das gefällt dem Bären und er macht sich auch auf den Weg, die Stadt zu entdecken. Doch die anderen Tiere wollen ihn möglichst schnell wieder loswerden. «Der Bär bringt uns in Gefahr. Wir sind für die Menschen fast unsichtbar – und nun kommt dieser riesige, ungeschickte Kerl.» Es ist aber gar nicht so einfach, ein derart grosses Tier einzufangen. Und am Schluss bleibt die Frage: Wer benimmt sich hier eigentlich wie der Bär im Porzellanladen? (red)
Katja Gehrmann: «L'urs en citad» (und andere Idiome)
Zu erhalten bei shop.liarumantscha.ch/