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Leben und Freizeit

Roboter als Ersatz für Hotelangestellte

Auch die Tourismusbranche bleibt von der Digitalisierung nicht verschont. Die FH Graubünden hat eine Studie veröffentlicht, wie soziale Roboter sinnvoll in der Hotellerie eingesetzt werden können.
online@suedostschweiz.ch
25.04.2022, 11:00 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Alexa, Staubsaugerroboter und Siri: Mittlerweile begegnen wir immer mehr Robotern, die uns den Alltag erleichtern sollen. Auch die Tourismus-Branche macht vor dieser Entwicklung keinen Halt. Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) analysiert in einem Team des Instituts für Freizeit und Tourismus in einer Studie, in welchen Bereichen Roboter die Hotellerie unterstützen können. Doch wie kommt die neue Technologie bei den Gästen an?

Mit sozialen Robotern sollen die Anreise, der Aufenthalt und die Abreise der Gäste vereinfacht werden. Die Hotelangestellten sollen sich so wiederum besser auf die persönliche Gästebetreuung konzentrieren können, schreibt die FHGR in einer Medienmitteilung. Nicht nur den Gästen sollen die programmierten Geräte einen Mehrwert bieten, sie würden auch für Marketingzwecke und die Optimierung gewisser Arbeitsabläufe eingesetzt werden, meint die Forschungsgruppe.

Interaktion zwischen Mensch und Roboter

Im Rahmen der Studie seien zwei Roboter getestet worden. Zum einen sei im Stadtzürcher «Opera» Hotel der Roboter «Pepper» zum Einsatz gekommen und zum anderen «Cruzr» im Hotel «Allegra Lodge» in Kloten. Obwohl 47 Prozent der befragten Gäste positiv oder sehr positiv gegenüber Roboter im Allgemeinen eingestellt waren, seien die Serviceroboter in der Hotellerie nur von 39 Prozent positiv oder sehr positiv beurteilt worden. Rund ein Drittel hätten den Serviceroboter benutzt, hauptsächlich aber zur Unterhaltung und Informationssuche. Die erhoffte Entlastung der Mitarbeitenden ist in der Studie der FHGR nicht erkannt worden. «Die Studie zeigt, dass die Technik für eine normale Interaktion zwischen Mensch und Roboter noch nicht ausgereift ist. Allerdings wird die Technologie weiterentwickelt und in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen», zieht Jan Mosedale, Studien- und Forschungsleiter am Institut für Freizeit und Tourismus der FHGR, sein Fazit. (red)